02.06.2014 Michael Schröder

DAX startet unverändert in neue Woche: Allianz, BMW, Gazprom, Deutsche Bank, Xing, Lanxess, Solarworld, Continental, Infineon, Commerzbank, Leoni, Deutsche Post, BASF, Google, Sky, Linde Facebook, Volkswagen im Fokus

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DAX
Trendthema

Der DAX ist am Montag nahezu unverändert in die neue Handelswoche gestartet. Der Leitindex schloss 0,07 Prozent fester auf 9.950,12 Punkten. Es dürfte dennoch nicht mehr lange dauern, bis der DAX erstmals in seiner Geschichte fünfstellig notiert. Mindestens bis zur EZB-Sitzung am Donnerstag (5. Juni) dürften die Erwartungen auf eine weitere Lockerung der Geldpolitik durch die EZB die notwendigen Impulse geben.

Deutsche Bank: Roadmap zur Kapitalerhöhung
Im Hinblick auf die bevorstehenden Stresstests will die Deutsche Bank ihre Kernkapitalquote verbessern und deshalb eine milliardenschwere Kapitalerhöhung platzieren. In wenigen Tagen sollen alle wichtigen Details dazu bekannt gegeben werden. DER AKTIONÄR gibt eine Übersicht über den Zeitplan.

Lanxess: Deutsche Bank wird bullisher
Die charttechnische Situation von Lanxess hat sich zuletzt wieder leicht erholt. Das mit dem Rutsch unter die 52-Euro-Marke ausgelöste Verkaufssignal entpuppte sich als Bärenfalle. Nun haben auch noch die Experten der Deutschen Bank ihre Einschätzung positiv überarbeitet.

Nordex-Aktie: Nächster Halt 20 Euro
Vorstand Jürgen Zeschky wird am Dienstag auf der Hauptversammlung in Rostock in viele zufriedene Gesichter blicken. Schließlich hat sich die Nordex-Aktie in den letzten zwölf Monaten super entwickelt. Und das Ende der Fahnenstange dürfte noch nicht erreicht sein. Ähnlich sehen das die Experten von Goldman Sachs.

Xing vor 100-Euro-Sprung: US-Fonds kauft zu
Der Name weckt Fantasie. Die „Oppenheimer Acquisition Corp“ meldet, dass sie mehr als drei Prozent an Xing hält. Doch einen Übernahmeversuch bedeutet dies noch lange nicht.

Deutsche Post vor Ausbruch: Das sagen die Analysten
Die Papiere der Deutschen Post verlaufen seit Monaten in einem Seitwärtstrend. Gelingt der Ausbruch über die 27-Euro-Marke wird ein neues Kaufsignal generiert. Auf der Hauptversammlung in der vergangenen Woche stimmte Post-Chef Frank Appel die Aktionäre auf höhere Gewinn und mehr Wachstum ein. Nun hat sich das Analysehaus Independent Research zu Wort gemeldet.

BASF-Aktie nicht zu bremsen – Analysten mit Kaufempfehlung
Die Aktie von BASF ist nicht zu stoppen. Ein neues Hoch nach dem anderen markiert der Chemiekonzern – zuletzt kletterte das Papier auf 85 Euro. Wird der Ausbruch über das bisherige Allzeithoch bestätigt, ist der Weg aus charttechnischer Sicht nach oben frei.

Allianz: JPMorgan rät zum Einstieg
Die Experten des US-Bankenriesen JPMorgan haben die Aktie der Allianz erneut näher unter die Lupe genommen. Ergebnis: Die Papiere des Versicherungsriesen bleiben ein Kauf. Dementsprechend wird der DAX-Titel weiterhin mit "Overweight" eingestuft.

Die Richtung stimmt: Sky Deutschland will die Kosten senken
Der Bezahlsender Sky Deutschland denkt über eine Refinanzierung zur Senkung seiner Kosten nach. Aus charttechnischer Sicht notiert der MDAX-Titel knapp unter einem wichtigen Widerstand. Gelingt der Ausbruch, wird ein Kaufsignal ausgelöst.

Linde-Aktie: Ausbruch geglückt - Massives Kaufsignal
Die Linde-Aktie gehört am Montag zu den Gewinnern im DAX. Bereits seit über einem Jahr pendelt der Kurs in einer Range zwischen 138 und 154 Euro. Jetzt ist der Ausbruch nach oben geglückt. Ein positiver Analystenkommentar dürfte die Kursentwicklung weiter unterstützen.

JinkoSolar: Das sagen die Analysten – bis zu 82 Prozent Kurspotenzial
Die Aktie von JinkoSolar hat auf die in der vergangenen Woche vorgelegten Quartalszahlen mit heftigen Kurssprüngen reagiert. Den anfänglichen Abschlägen folgte ein steiler Anstieg, ehe die Aktie am Freitag wieder unter Druck kam. Auch die Analysten haben reagiert. Wie schätzen sie die Aktie jetzt ein?

Deutsche Telekom: Kaufempfehlung von UBS – Übernahmefantasien halten an
Die Telekom-Aktie kann zum Wochenstart weiter zulegen. Die Spekulationen rund um die Übernahme der Tochter T-Mobile US durch den amerikanischen Mobilfunkkonkurrenten Sprint geben dem Wert nach wie vor Rückenwind. Nun hat auch die Schweizer Großbank UBS den Konzern erneut unter die Lupe genommen.

BMW: Vorsicht Abstufung – Aktie unter Druck

Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat BMW von "Buy" auf "Neutral" abgestuft und das Kursziel von 105 auf 102 Euro gesenkt. Die Märkte in Westeuropa erholten sich und dürften 2018 wieder beinahe das Niveau von 2007 erreichen, schrieb Analyst Stefan Burgstaller in einer Branchenstudie vom Montag. Dieser Verkaufsschub werde sich auch in einem Anstieg der Preise niederschlagen.

Gazprom: Die nächste Alternative

Gazprom arbeitet weiterhin auf Hochtouren, um von der Ukraine als Transitland unabhängiger zu werden. Nun erklärte Konzernchef Alexej Miller, dass die Arbeiten für die strategisch wichtige Pipeline South Stream planmäßig vorankommen. Demnach könnte bereits ab Ende 2015 russisches Erdgas nach Bulgarien strömen. Miller betonte: „Streng nach Plan laufen die Bauarbeiten am See-Abschnitt sowie in Bulgarien, Serbien und Ungarn.

Solarworld: Kursfantasie durch Tesla?

Während seine Aktie von einem Tief zum nächsten purzelt, sieht Solarworld-Chef Frank Asbeck seinen Konzern auf einem guten Weg. Solarworld nehme „massiv an Fahrt auf“ und will wieder wachsen. Und er schürt Fantasie, dass Solarworld im Bereich Ladestationen für Elektroautos mit Tesla zusammen arbeite.

Continental-Aktie: Die Rallye geht weiter

Der DAX nimmt am Montag Kurs auf die 10.000-Punkte-Marke. Eine Stütze dürfte wieder einmal die Aktie von Continental werden. Der Wert konnte sich im letzten Jahr nahezu verdoppeln, befindet sich aber seit Anfang des Jahres in einer Konsolidierung. Neuen Schwung könnte nun ein positiver Analystenkommentar bringen.

Infineon: Abstufung durch Citigroup – ist die Rallye zu Ende?

Im Fokus der Marktteilnehmer steht am Montag die Infineon-Aktie. Der Titel ist kürzlich auf ein Mehrjahreshoch ausgebrochen. Die Rallye könnte jedoch ausgebremst werden. So hat die Citigroup ihre Einschätzung überarbeitet und die DAX-Aktie abgestuft.

Commerzbank: Neue Finanzspritze in Sicht – wann gelingt der Ausbruch?

Commerzbank und Deutsche Bank zählen am Montag zu den Gewinnern im DAX. Einem Beitrag im Nachrichtenmagazin Spiegel zufolge plant die Europäische Zentralbank (EZB) eine neue Finanzspritze für Banken. Insbesondere auf die Commerzbank könnte sich das positiv auswirken.

Leoni: Goldman Sachs verleiht der Aktie Flügel

Leoni hat es den Analysten von Goldman Sachs angetan. In einer aktuellen Studie haben die Experten das Kursziel des Autozulieferers von 54 auf 69 Euro nach oben geschraubt. Ohnehin befindet sich die Aktie von Leoni seit Tagen im Aufwind. Nach dem Ausbruch aus dem Seitwärtstrendkanal sowie dem Überspringen der 90-Tage-Linie hat die Aktie den Angriff auf die 60-Euro-Marke gestartet.

Google und Facebook: Kampf um die Internet-Hinterwäldler

Google hat bei der Suche bereits einen Marktanteil von rund 90 Prozent. Raum für weiteres Wachstum gibt es trotzdem noch genug. Denn erst 1,4 Milliarden Menschen haben Zugang zum Internet. Doch auch der Rest der Menschheit wird früher oder später online gehen. Und Google hilft kräftig nach. Der Internetriese will laut einem Zeitungsbericht mehr als eine Milliarde Dollar in ein Satelliten-Netz zur Internet-Versorgung entlegener Regionen stecken. Zunächst solle es rund 180 kleinere Satelliten geben, später könnten es doppelt so viele werden, schrieb das "Wall Street Journal" am Montag. Sie sollen in einer niedrigeren Umlaufbahn als herkömmliche Telekommunikations-Satelliten fliegen, hieß es unter Berufung auf informierte Personen.

VW-Aktie: Kursziel 215 Euro!

Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat den europäischen Autosektor einer Neubewertung unterzogen. Die Märkte in Westeuropa erholten sich und dürften 2018 wieder beinahe das Niveau von 2007 erreichen, so Analyst Stefan Burgstaller. Dieser Verkaufsschub sollte sich auch in einem deutlichen Anstieg der Preise niederschlagen. Trotz steigender Investitionen sowie Forschungs- und Entwicklungskosten sei eine steigende Barmittelschöpfung zu erwarten, die in selektive Zukäufe und Fusionen, höhere Dividenden und einen weiteren Schuldenabbau münden sollte.

(Mit Material von dpa-AFX)