Während der Kryptomarkt mit fallenden Kursen kämpft, schaltet Michael Saylor in den Angriffsmodus. Der Verwaltungsratschef von Strategy bleibt bei seiner radikalen Linie: Trotz der jüngsten Volatilität sieht er Bitcoin als das überlegene Asset gegenüber dem klassischen Aktienmarkt. Seine Prognose ist gewagt.
In einem Interview mit CNBC konkretisierte Saylor seine Erwartungen. „Ich gehe davon aus, dass Bitcoin die Performance des S&P 500 in den nächsten vier bis acht Jahren verdoppeln oder verdreifachen wird“, sagte er. Der Grund: Die Knappheit und die digitale Struktur des Assets würden langfristig mehr Kapital anziehen als klassische Aktienkörbe.
Die Realität sieht momentan allerdings nüchterner aus. Bitcoin notiert aktuell unter der Marke von 70.000 Dollar. Damit liegt die Kryptowährung deutlich unter ihrem Rekordhoch von über 126.000 Dollar, das im Oktober des vergangenen Jahres erreicht wurde. Auch die Aktie von Strategy spürt den Gegenwind. Das Papier rutschte zeitweise auf 103 Dollar ab, konnte sich zuletzt jedoch wieder auf rund 138 Dollar erholen. Allein in der vergangenen Woche verlor Bitcoin etwa neun Prozent an Wert.
Zukäufe trotz Kursrutsch
Doch fallende Kurse schrecken Saylor nicht ab. Im Gegenteil: Strategy nutzt die Schwäche für weitere Käufe. Das Unternehmen gab bekannt, weitere 1.142 Bitcoin für rund 90 Millionen Dollar erworben zu haben. Damit wächst der Bestand auf insgesamt 714.644 Bitcoin an. Das entspricht mehr als 3,4 Prozent der gesamten Bitcoin-Menge, die jemals existieren wird.
Ein Problem bleibt: Durch den jüngsten Preisverfall liegt der aktuelle Marktwert der Bestände unter den ursprünglichen Anschaffungskosten der Firma. Strategy ist damit vorerst im Minus. Für Saylor spielt das keine Rolle. Er betonte, dass man nicht plane, Bestände zu veräußern. „Wir werden Bitcoin kaufen. Ich erwarte, dass wir jedes Quartal kaufen werden – für immer.“
Die Schmerzgrenze liegt bei 8.000 Dollar
Sorgen über eine mögliche Zwangsliquidation der Bestände wischt die Unternehmensführung beiseite. Strategy-CEO Phong Le erklärte, dass die Bilanz des Konzerns erst bei einem extremen Kurssturz ernsthaft in Gefahr geraten würde. Bitcoin müsste demnach auf etwa 8.000 Dollar fallen – ein Minus von rund 90 Prozent – und dort für fünf bis sechs Jahre verharren. Dieses Szenario bezeichnete Le als extremen Ausnahmefall.
Michael Saylor zementiert den Ruf von Strategy als ultimatives Bitcoin-Proxy an der Börse. Die Wette ist maximal riskant, da das Unternehmen sein Schicksal fast vollständig an den Kurs der Kryptowährung koppelt. Anleger, die Bitcoin im Portfolio haben wollen, sollten lieber auf den Bitcoin ETP von nxtAssets setzen. Damit profitieren Anleger direkt von der Entwicklung des Bitcoin ohne eine eigene Wallet haben zu müssen. Mehr Infos dazu hier.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Bitcoin.
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Heute, 10:26