Junior Depot Vergleich 2026: Das beste Kinderdepot
Finanz-Check / Kinderdepotvergleich
Sie möchten für Ihr Kind Vermögen aufbauen – flexibel, günstig und ohne sich im Kleingedruckten zu verlieren? Dann sind Sie hier richtig. In unserem Junior Depot Vergleich haben wir 14 Anbieter nach Gebühren, Sparplan-Angebot, Auswahl und Service geprüft.
Unser Junior-Depot-Vergleich wurde in Kooperation mit Finanzwissen.de aufgebaut. Die Bewertungen beruhen auf dem gemeinsam entwickelten Testverfahren mit 36 Kriterien.
Junior Depot Vergleich 2026: 14 Anbieter, 36 Kriterien, ein klarer Testsieger. Für unseren Kinderdepot-Vergleich haben wir die wichtigsten Anbieter durch unser eigenes Testverfahren geschickt und genau dort hingeschaut, wo es im Alltag zählt – bei Sparplankosten, Mindestsparrate und Flexibilität. Das Ergebnis vorweg: Testsieger ist Scalable Capital, knapp dahinter folgen Consorsbank und Trade Republic. Aber der Testsieger ist nicht automatisch das passende Depot für Sie. Worauf es ankommt, klären wir in diesem Vergleich.
Das Wichtigste zum Kinderdepot-Vergleich
Testsieger ist Scalable Capital. Im Vergleich von 14 Anbietern überzeugt das Scalable Kinderdepot mit der besten Kombination aus kostenloser Depotführung, 0 € bei ETF-Sparplänen und einer Mindestsparrate ab 1 €. Knapp dahinter folgen Consorsbank und Trade Republic.
Die Depotführung kostet überall nichts. Alle 14 geprüften Anbieter verzichten auf Depotgebühren – der Unterschied steckt im Detail, vor allem bei den Sparplan- und Orderkosten.
Neobroker sind am günstigsten, klassische Banken teurer. Bei Scalable, Trade Republic, finanzen.net zero oder ING zahlen Sie für ETF-Sparpläne 0 €. Bei Filialbanken wie comdirect, Commerzbank oder S Broker fallen pro Ausführung schnell 1,25 bis 1,50 % an.
Sparen ist schon ab 1 € pro Monat möglich. Die besten Anbieter erlauben Sparraten ab einem Euro – ideal, um klein zu starten oder mehrere Sparpläne nebeneinander laufen zu lassen.
Der Steuervorteil ist inklusive. Weil das Depot auf den Namen des Kindes läuft, bleiben Kapitalerträge dank Sparerpauschbetrag und Grundfreibetrag in der Regel steuerfrei.
Anders als bei der Frühstart-Rente bleiben Sie flexibel. Das Geld im Junior-Depot ist jederzeit verfügbar – für Ausbildung, Führerschein oder die erste eigene Wohnung.
Darauf kommt es beim Junior-Depot an
Die Depotführung ist bei allen 14 Anbietern kostenlos – an dieser Stelle trennt sich also nichts. Der Unterschied steckt im Detail. Zusammen mit der Redaktion von Finanzwissen.de haben wir alle Anbieter in 6 bewertungsrelevanten Kategorien mit insgesamt 36 einzelnen Kriterien geprüft. Die beiden wichtigsten – Gebühren und Sparpläne – machen zusammen zwei Drittel der Wertung aus. Das hat einen Grund: Genau hier entscheidet sich über die Jahre, wie viel vom eingezahlten Geld am Ende wirklich für Ihr Kind arbeitet.
Gebühren (35 %) – der größte Hebel: Nicht die Depotgebühr ist entscheidend (die ist überall null), sondern die laufenden Kosten pro Sparplan-Ausführung. Bei den Neobrokern liegen die ETF-Sparpläne bei 0 €. Klassische Banken verlangen oft 1,25 bis 1,50 % pro Ausführung – bei 250 € Sparrate sind das rund 3,75 € jeden Monat, Jahr für Jahr. Achten Sie zusätzlich auf die Mindestgebühr bei Einmalkäufen.
Sparpläne (30 %) – das Herzstück: Wichtig sind eine niedrige Mindestsparrate (die besten Anbieter starten ab 1 €, klassische Banken oft erst ab 25 €), eine große Auswahl an kostenlosen ETF-Sparplänen sowie Flexibilität bei Intervall und Dynamisierung.
Auswahl an Wertpapieren (15 %): Für ein Kinderdepot brauchen Sie keine 90.000 Aktien – ein, zwei breit gestreute Welt-ETFs reichen für den Vermögensaufbau völlig. Eine große Auswahl schadet aber nicht, falls später Einzelaktien oder Themen-ETFs dazukommen.
Depotverwaltung (12,5 %): App und Web-Plattform sind heute Standard. Ein echter Pluspunkt ist eine übersichtliche Performance-Darstellung – so zeigen Sie Ihrem Kind später am Chart, wie sich das Ersparte entwickelt.
Kundenservice (5 %) & Eröffnung (2,5 %): Telefon, Chat und E-Mail sollten vorhanden sein. Bei der Eröffnung spart ein vollständig digitaler Prozess per Video-Ident den Gang zur Post. Beachten Sie, dass einige Anbieter zusätzlich ein Konto eines Elternteils voraussetzen.
💡 Unser Tipp: Schauen Sie nicht nur auf die Zahl der Sparpläne, sondern auf die Kombination aus 0-€-ETF-Sparplänen und niedriger Mindestsparrate. Diese beiden Punkte entscheiden im Alltag über die Rendite – nicht die Größe des Wertpapieruniversums.
Testsieger im Detail: Diese drei Junior-Depots liegen vorn
Platz 1: Scalable Capital – der Testsieger
Gesamtnote: 1,1 (sehr gut)
Das Scalable Kinderdepot holt in unserem Vergleich die Spitzenposition – und zwar, weil es in den beiden wichtigsten Kategorien nicht einen Schwachpunkt zeigt; das wird gerade im Test zum Scalable Capital Kinderdepot deutlich. Depotführung kostenlos, ETF-Sparpläne für 0 €, Aktiensparpläne für 0 €, Mindestsparrate ab 1 €. Dazu über 2.860 kostenlose ETF-Sparpläne, alle Ausführungsrhythmen von monatlich bis halbjährlich und eine Dynamisierung, mit der die Sparrate automatisch mitwächst.
Was uns besonders gut gefällt: die saubere App samt Chart-Darstellung der Wertentwicklung – ideal, um dem Kind später am Bildschirm zu zeigen, was aus den ersten Sparraten geworden ist. Der einzige kleine Haken: Für das Kinderdepot brauchen Sie als Elternteil – das wird auch in einigen Erfahrungsberichten zu Scalable kritisch betont – ein eigenes Scalable-Konto. In der Praxis ist das schnell erledigt, sollte man aber wissen.
💡 Für wen? Für alle, die unkompliziert mit einem oder zwei Welt-ETFs starten und dabei jeden Cent für ihr Kind arbeiten lassen wollen.
Die Consorsbank überrascht: Noch im letzten Test rangierte sie im Mittelfeld, in unserer aktualisierten Wertung schiebt sie sich auf Platz 2. Der Grund ist ihre Ausgewogenheit – kostenlose Depotführung, 0 € bei allen ETF-Sparplänen, über 1.750 kostenlose ETF-Sparpläne und ein riesiges Wertpapieruniversum inklusive Fonds und Anleihen. Ein praktischer Pluspunkt, den viele übersehen und der im Test des Consorsbank Juniordepots überzeugt: Hier brauchen Sie kein zusätzliches Elternkonto.
Warum reicht es dann nicht für Platz 1? Zwei Punkte: Die Mindestsparrate liegt bei 10 € statt bei einem Euro, und Aktiensparpläne kosten anders als bei Scalable eine Gebühr. Für klassische ETF-Sparer fällt das kaum ins Gewicht – wer gezielt Einzelaktien bespart, schaut aber besser woanders.
💡 Für wen? Für Eltern, die eine etablierte Bank mit breitem Angebot wollen und ohnehin in monatlichen Schritten ab 10 € sparen.
Platz 3: Trade Republic – das Maximum an ETF-Sparplänen
Gesamtnote: 1,3 (sehr gut)
Trade Republic punktet bei den Kosten genauso kompromisslos wie der Testsieger: 0 € Depotführung, 0 € ETF-Sparplan, 0 € Aktiensparplan, ab 1 € Sparrate. Beim Angebot der kostenlosen ETF-Sparpläne ist das Trade Republic Kinderdepot mit rund 2.900 besparbaren ETFs sogar Spitzenreiter.
Was eine absolute Topplatzierung verhindert, ist die Flexibilität: Eine Dynamisierung gibt es nicht, ebenso wenig eine halbjährliche Ausführung oder klassische Fondssparpläne. Wer seine Sparrate „einstellen und vergessen“ will, ist hier bestens bedient – wer fein justieren möchte, hat bei Scalable mehr Stellschrauben. Auch die Erfahrungsberichte zu Trade Republic zeigen, dass es beim Kundenservice noch Nachholbedarf gibt.
💡 Für wen? Für preisbewusste Eltern, die schlank über die App sparen und keinen Wert auf Fonds oder automatische Sparraten-Erhöhung legen.
Auch andere Neobroker wie finanzen.net Zero oder Traders Place bieten ausgezeichnete Kinderdepots an. Wie Sie unserem Kinderdepot-Vergleich entnehmen können, überzeugen viele Anbieter mit sehr guten bis guten Produkten. Am Ende entscheiden Sie, über welchen Broker Sie für Ihre Kinder vorsorgen möchten.
In 5 Schritten zum Junior-Depot
Ein Junior-Depot ist in wenigen Minuten eröffnet – wenn Sie wissen, was Sie brauchen. So gehen Sie vor:
Depot auf den Namen des Kindes eröffnen: Das Depot läuft immer auf Ihr Kind, verwaltet wird es von Ihnen als gesetzlichem Vertreter. Halten Sie die Steuer-Identifikationsnummer und die Geburtsurkunde des Kindes bereit. Bei den meisten Anbietern müssen beide sorgeberechtigten Elternteile unterschreiben. Die Identitätsprüfung läuft bequem per Video-Ident.
Sparplan einrichten: Legen Sie einen monatlichen Betrag fest – bei den besten Anbietern ab 1 €. Wählen Sie als Basis einen breit gestreuten Welt-ETF (etwa auf den MSCI World oder FTSE All-World). Eine Dynamisierung lässt die Rate über die Jahre automatisch mitwachsen.
Breit streuen – aber nicht verzetteln: Für den Vermögensaufbau reicht ein einziger Welt-ETF völlig aus. Er bündelt schon über 1.000 Unternehmen aus aller Welt. Mehr als zwei, drei Positionen brauchen Sie nicht.
Dranbleiben – auch wenn die Börse wackelt: Der eigentliche Hebel ist die Zeit. Lassen Sie den Sparplan konsequent durchlaufen, gerade in schwachen Phasen. Dann kaufen Sie automatisch günstiger ein (Cost-Average-Effekt).
Freibeträge nutzen und einmal jährlich prüfen: Richten Sie einen Freistellungsauftrag auf den Namen des Kindes ein – so bleiben Erträge bis zum Sparerpauschbetrag steuerfrei. Einmal im Jahr lohnt ein kurzer Blick: Passt die Sparrate noch?
💡 Unser Tipp: Erhöhen Sie die Sparrate immer dann, wenn sich etwas ändert – neuer Job, Gehaltssprung, weggefallene Kita-Gebühren. Schon 25 € mehr im Monat machen über 18 Jahre einen vierstelligen Unterschied.
Warum ETFs fürs Kind besonders sinnvoll sind
Wenn Sie für Ihr Kind langfristig anlegen, führt kaum ein Weg an ETFs vorbei. Der Grund liegt in der Kombination aus breiter Streuung, niedrigen Kosten und langem Anlagehorizont – und genau diese drei Punkte spielen einem Junior-Depot in die Karten.
Maximale Streuung mit einem Produkt: Ein einzelner Welt-ETF wie auf den MSCI World oder FTSE All-World bündelt über 1.000 Unternehmen aus aller Welt. Geht es einem Land oder einer Branche schlecht, federn die anderen das ab.
Niedrige Kosten – und die zählen über 18 Jahre doppelt: Ein guter Welt-ETF kostet rund 0,1 bis 0,2 % pro Jahr an laufenden Gebühren (TER). Aktiv gemanagte Fonds verlangen oft das Zehnfache.
Zeit ist der eigentliche Hebel: Je früher Sie starten, desto stärker wirkt der Zinseszinseffekt – Erträge werfen selbst wieder Erträge ab.
Vollautomatisch per Sparplan: Einmal eingerichtet, läuft der ETF-Sparplan von allein. Kein Timing, kein ständiges Nachjustieren.
Ein Rechenbeispiel zum Zinseszins: Angenommen, Sie sparen 50 € im Monat über 18 Jahre und legen eine durchschnittliche Rendite von 6 % pro Jahr zugrunde. Dann liegen am Ende rund 19.000 € im Depot – obwohl Sie selbst nur 10.800 € eingezahlt haben. Der Rest sind Kursgewinne und Zinseszins.
Wichtig zur Einordnung: Diese 6 % sind ein historischer, konservativer Orientierungswert für breit gestreute Aktien-ETFs, keine Garantie. Die Börse schwankt, einzelne Jahre können auch deutlich negativ ausfallen. Über lange Zeiträume hat ein breiter Aktienmarkt diese Schwankungen bisher aber zuverlässig ausgeglichen – und genau dafür ist ein Kinderdepot mit 15+ Jahren Laufzeit gemacht.
Steuern & Freibeträge: So bleibt der Gewinn beim Kind
Der größte Vorteil eines Junior-Depots gegenüber dem Sparen auf eigenen Namen ist steuerlicher Natur: Weil das Depot auf den Namen des Kindes läuft, ist Ihr Kind eine eigene steuerpflichtige Person – mit eigenen Freibeträgen. Und die sind erstaunlich hoch.
Der Sparerpauschbetrag: Auf Kapitalerträge fallen normalerweise 25 % Abgeltungsteuer plus Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer an. Aber: Auch Kinder haben Anspruch auf die vollen 1.000 Euro Sparerpauschbetrag, sofern die Eltern für sie ein eigenes Depot führen. Bis zu dieser Grenze bleiben Dividenden und Kursgewinne steuerfrei – nötig ist dafür ein Freistellungsauftrag auf den Namen des Kindes.
Die NV-Bescheinigung: Reichen die 1.000 € nicht, kommt der eigentliche Hebel ins Spiel. Hat Ihr Kind kein nennenswertes weiteres Einkommen, greift zusätzlich der Grundfreibetrag, der 2026 bei 12.348 Euro liegt. Mit einer Nichtveranlagungsbescheinigung (NV-Bescheinigung) zahlt Ihr Kind dann gar keine Abgeltungsteuer, solange das Gesamteinkommen unter dem Grundfreibetrag bleibt. Unterm Strich sind so rund 13.348 € Kapitalerträge pro Jahr steuerfrei.
Worauf Sie trotzdem achten sollten:
Das Geld gehört rechtlich dem Kind. Eine Einzahlung ist juristisch eine Schenkung. Mit 18 entscheidet Ihr Kind allein, was mit dem Vermögen passiert.
Kein Parkplatz fürs eigene Geld. Sie dürfen das Depot des Kindes nicht nutzen, um eigene Anlagen steuergünstig zu verstecken. Die Erträge müssen dem Kind zustehen.
Familienversicherung im Blick behalten. 2026 darf das regelmäßige monatliche Gesamteinkommen 565 € nicht überschreiten, wobei Kapitalerträge oberhalb des Sparerpauschbetrags mitzählen. Relevant wird das erst bei sechsstelligen Depotwerten.
Hinweis: Dieser Abschnitt ersetzt keine Steuerberatung. Bei größeren Beträgen oder Sonderfällen klären Sie die Details mit einem Steuerberater oder Ihrem Finanzamt.
Junior-Depot vs. Frühstart-Rente: Was ist der Unterschied?
Beide Modelle haben dasselbe Ziel – früh Kapital für den Nachwuchs aufbauen. In der Praxis sind es aber zwei grundverschiedene Dinge, die sich eher ergänzen als ersetzen.
Was die Frühstart-Rente ist
Die Frühstart-Rente ist ein geplantes staatliches Förderprogramm. Für Kinder und Jugendliche vom 6. bis 18. Lebensjahr will der Staat monatlich 10 Euro in ein individuelles Altersvorsorgedepot einzahlen. Voraussetzung: Das Kind besucht eine Bildungseinrichtung in Deutschland. Zuzahlungen durch Eltern oder Dritte sind möglich.
Der wichtige Haken: Es ist noch nicht so weit
Hier lohnt der genaue Blick, denn der Zeitplan wird oft missverstanden. Die Eckpunkte wurden im Dezember 2025 beschlossen, das Gesetz soll 2026 folgen. Praktisch soll die Umsetzung jedoch erst ab 2027 anlaufen – die ersten staatlichen Einzahlungen erfolgen dann rückwirkend für den Geburtsjahrgang 2020. Ab 2029 sollen weitere Jahrgänge schrittweise einbezogen werden. Im Klartext: Aktuell können Sie noch kein Frühstart-Renten-Depot eröffnen. Wer jetzt anfangen will, kommt um ein normales Junior-Depot nicht herum.
Mit einem Junior-Depot haben Sie mehr Flexibilität
Und selbst wenn die Förderung da ist, bleibt ein entscheidender Punkt: Das Geld in der Frühstart-Rente ist bis zum Rentenalter gebunden, eine vorzeitige Auszahlung ist ausgeschlossen. Die Förderung zielt also auf die Rente in 60 Jahren – nicht auf Führerschein, Studium oder die erste Wohnung. Genau dafür ist das Junior-Depot da: Sie kommen jederzeit ans Geld.
Junior-Depot
Frühstart-Rente
Verfügbar
sofort
geplant ab 2027
Wer zahlt ein
Eltern, Großeltern, Paten
Staat (10 €/Monat) + freiwillige Zuzahlungen
Geld verfügbar
jederzeit
erst zum Renteneintritt
Verwendungszweck
frei (Ausbildung, Auto, Wohnung …)
ausschließlich Altersvorsorge
Steuer
Freibeträge des Kindes
Erträge bis zur Rente steuerfrei
💡 Unser Tipp: Sehen Sie die beiden nicht als Entweder-oder. Mit einem Junior-Depot bauen Sie schon heute flexibles Kapital auf – und können die Frühstart-Rente später einfach ergänzen, sobald sie tatsächlich startet. Verschenkte Zeit holen Sie an der Börse nie wieder auf.
Fazit: Das beste Junior-Depot ist das, mit dem Sie heute starten
Unterm Strich entscheidet beim Junior-Depot nicht das größte Wertpapieruniversum, sondern die Kombination aus kostenloser Depotführung, 0-€-ETF-Sparplänen und einer niedrigen Mindestsparrate. Genau hier setzt sich unser Testsieger Scalable Capital durch – ohne erkennbare Schwäche in den beiden wichtigsten Kategorien. Wer eine etablierte Bank mit breitem Angebot bevorzugt, fährt mit der Consorsbank auf Platz 2 sehr gut; Trade Republic ist die schlanke, kompromisslos günstige App-Lösung auf Rang 3.
Der wichtigste Hebel ist ohnehin keiner der Anbieter, sondern die Zeit. Je früher der erste Sparplan läuft, desto stärker arbeitet der Zinseszins. Und weil die staatliche Frühstart-Rente frühestens 2027 anläuft, gibt es zum jetzt eröffneten Junior-Depot ohnehin keine Alternative, wenn Sie nicht weiter warten wollen.
Häufige Fragen zum Junior-Depot
Was ist das beste Depot für Kinder?
Das beste Kinderdepot ist eines mit kostenloser Depotführung, gebührenfreien ETF-Sparplänen und einer niedrigen Mindestsparrate. In unserem Vergleich von 14 Anbietern überzeugt Scalable Capital mit dieser Kombination am meisten, dicht gefolgt von Consorsbank und Trade Republic. Welcher Anbieter für Sie der richtige ist, hängt aber von Ihren Wünschen ab – etwa, ob Ihnen ein Telefon-Support wichtig ist.
Was ist die beste Geldanlage für ein Kind?
Für den langfristigen Vermögensaufbau ist ein Sparplan auf einen breit gestreuten Welt-ETF die sinnvollste Geldanlage für ein Kind. Er kombiniert niedrige Kosten, breite Risikostreuung und den Zinseszinseffekt über viele Jahre. Bei einem Anlagehorizont von 15 Jahren und mehr gleichen sich auch zwischenzeitliche Börsenschwankungen in der Regel aus.
Welche Nachteile hat ein Junior-Depot?
Der wichtigste Nachteil: Das Geld gehört rechtlich dem Kind und steht ihm ab dem 18. Geburtstag uneingeschränkt zur Verfügung – Sie haben dann keinen Zugriff mehr. Außerdem können sehr hohe Kapitalerträge die kostenlose Familienversicherung gefährden. Bei einem normalen Sparplan-Depot ist Letzteres aber kein Thema, das betrifft erst sechsstellige Depotwerte.
Wie viel Geld sollte man pro Monat für ein Kind sparen?
Das hängt von Ihrem Budget ab – wichtiger als die Höhe ist, dass Sie regelmäßig und früh starten. Schon 50 € im Monat ergeben bei rund 6 % Rendite pro Jahr über 18 Jahre etwa 19.000 €, obwohl Sie selbst nur 10.800 € einzahlen. Erhöhen Sie die Sparrate einfach, wenn finanziell mehr drin ist.
DER AKTIONÄR Finanz-Check
Konditionen vor Abschluss immer beim Anbieter prüfen. Dieser Vergleich stellt keine vollständige Marktübersicht dar (§ 18 Abs. 6 ZKG) und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
SR
Sebastian Rau
Experte für Geldanlage · Geprüft von Dennis Groß (Lektorat)