Gilead‑Aktie sackt ab: Prognose enttäuscht – höhere Dividende

Gilead‑Aktie sackt ab: Prognose enttäuscht – höhere Dividende
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Michel Doepke Heute, 08:25 Michel Doepke

Die Aktie der Biotech-Gesellschaft Gilead Sciences hat sich in den zurückliegenden Wochen prächtig entwickelt, muss allerdings nun der hohen Bewertung Tribut zollen. Das Unternehmen enttäuschte die Marktteilnehmer am Dienstag nach US-Börsenschluss mit der Prognose. Das anfängliche Minus von knapp sieben Prozent konnte zumindest auf 1,6 Prozent eingedämmt werden.

Im vierten Quartal 2025 konnte Gilead die Markterwartungen übertreffen. Der Umsatz stieg um fünf Prozent auf 7,93 Milliarden Dollar, die Schätzung lag bei 7,68 Milliarden Dollar. Unter dem Strich verdiente die Gesellschaft, die für ihre HIV-Medikamente bekannt ist, im Schlussviertel 1,86 Dollar pro Papier (Prognose: 1,83 Dollar). Im Vorjahreszeitraum wies Gilead noch 1,90 Dollar aus.

Für 2026 erwartet die Biotech-Gesellschaft Produkterlöse zwischen 29,6 und 30,0 Milliarden Dollar, was einer leichten Steigerung gegenüber 2025 (29,4 Milliarden Dollar) entspricht. Beim Ergebnis je Aktie peilen die Amerikaner einen Wert zwischen 8,45 und 8,85 Dollar an nach 8,15 Dollar im vergangenen Jahr. Der Markt hatte sich hier mehr erhofft.

Zudem können sich die Gilead-Aktionäre über eine höhere Dividende freuen: Diese soll ab sofort pro Quartal 0,82 Dollar betragen, was einer Steigerung von 3,8 Prozent entspricht. Auf Jahressicht beläuft sich damit die Dividendenrendite 2,3 Prozent.

Angesichts des moderaten Wachstums, was Gilead prognostiziert, ist die Aktie derzeit nach Ansicht des AKTIONÄR zu hoch bewertet. Im Mittel erwartet das Unternehmen ein Ergebnis pro Papier von 8,65 Dollar, woraus sich ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von sportlichen 18 für 2026 errechnet.

Gilead Sciences (WKN: 885823)

In der Gilead-Aktie sind nach dem Run zuletzt jede Menge Vorschusslorbeeren eingepreist. Nach der Prognose könnte sich der nachbörsliche Rücksetzer in den kommenden Tagen ausweiten. Anleger bleiben an der Seitenlinie. Im US-Pharma-Sektor bleibt Merck & Co die erste Wahl, bei den großen US-Biotechs favorisiert DER AKTIONÄR die Anteile von Regeneron, Vertex und Amgen.

Hinweis auf Interessenkonflikte

Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Gilead Sciences.

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