Gazprom
- Thorsten Küfner - Redakteur

Gazprom: Die nächste Alternative

Gazprom arbeitet weiterhin auf Hochtouren, um von der Ukraine als Transitland unabhängiger zu werden. Nun erklärte Konzernchef Alexej Miller, dass die Arbeiten für die strategisch wichtige Pipeline South Stream planmäßig vorankommen. Demnach könnte bereits ab Ende 2015 russisches Erdgas nach Bulgarien strömen. Miller betonte: „Streng nach Plan laufen die Bauarbeiten am See-Abschnitt sowie in Bulgarien, Serbien und Ungarn. Es besteht kein Zweifel daran, dass das erste Gas aus der South Stream-Leitung schon Ende nächsten Jahres durch den ersten, auf dem Meeresgrund verlegten Teil der Pipeline nach Bulgarien kommen wird.“ Eine interessante Infografik zum Projekt South Stream finden Sie hier.
Unabhängiger von der Ukraine
Mit der Pipeline South Stream hätte Gazprom neben der Ostseepipeline North Stream eine weitere Alternativroute zu den wichtigen westeuropäischen Märkten und an der Ukraine vorbei. Die Abhängigkeit von einem einzigen Transitland zu verringern ist grundsätzlich sinnvoll, angesichts der angespannten politischen Lage ist dies aktuell sogar sehr sinnvoll. Fortschritte beim Projekt South Stream sind daher klar positiv zu werten.
Mutige greifen zu
DER AKTIONÄR hält an seiner Einschätzung zur Gazprom-Aktie fest. Mutige Anleger sollten die enorm günstige Bewertung (KGV von 3, KBV von 0,3 und eine Dividendenrendite von 5,3 Prozent) zum Einstieg nutzen. Der Stoppkurs sollte bei 4,40 Euro belassen werden.

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