Der DAX ist am Dienstag um die Marke von 25.000 Punkten gependelt. Der fortgesetzte Rekordlauf des Dow Jones sorgte am Nachmittag nicht für nachhaltige Impulse, zumal dessen Gewinne im Handelsverlauf weitgehend abbröckelten. Vor dem zur Wochenmitte erwarteten US-Arbeitsmarktbericht für den Monat Januar übten sich die Anleger in Zurückhaltung. Ein Blick auf ausgewählte Werte, die dennoch im Fokus standen.
Der deutsche Leitindex gab letztlich um 0,11 Prozent auf 24.987,85 Punkte nach. Geht es nach den Chartexperten der UBS, dürfte eine nachhaltige Rückkehr des DAX über die Marke von 25.000 Punkten erst dann gelingen, wenn auch die Kurslücke vom 19. Januar geschlossen wird. Das wäre der Fall, sollte das deutsche Börsenbarometer wieder auf 25.300 Punkte steigen. Dann wäre auch weiterer Spielraum nach oben bis zum Rekordhoch bei etwas über 25.500 Punkten vorhanden. Vor rund drei Wochen allerdings hatte der von US-Präsident Donald Trump initiierte Grönland-Streit die Anleger stark verunsichert und Gewinnmitnahmen ausgelöst.
Für Rückenwind in der Chemiebranche sorgte am Dienstag die US-Investmentbank Goldman Sachs. Analystin Georgina Fraser verließ ihren defensiven Ansatz und positionierte sich mit einer prozyklischeren Einschätzung optimistischer. Die Stimmung sei zwar weiterhin schlecht, es gebe aber erste Anzeichen einer wirtschaftlichen Belebung und einer Verbesserung des Branchenumfelds, so Fraser. Sie hob das Kursziel für BASF von 48 auf 62 Euro an und bestätigte die Kaufempfehlung. Neben dem heimischen Branchenprimus konnten auch andere Chemietitel deutlich zulegen.
Der Reisekonzern TUI hat Zahlen für das erste Quartal vorgelegt. Der Start in die Wintersaison verlief durchaus stark. Insbesondere die Bereiche Hotels und Kreuzfahrten entwickelten sich so gut wie noch nie zu Beginn eines Geschäftsjahres. Insgesamt blieb der Konzern jedoch leicht hinter den Erwartungen zurück. Die Aktie geriet unter Druck.
TeamViewer legte detaillierte Jahreszahlen vor. Nachdem der Softwarekonzern wichtige Eckdaten bereits im Vorfeld veröffentlicht hatte, blieben größere Überraschungen aus. Da zudem der Ausblick eher vorsichtig als euphorisch ausfiel, ging es für die Aktie abwärts.
Die Aktie von Ströer meldete sich ohne konkrete Nachrichten zurück. Bereits vor dem Wochenende war es bei dem Werbespezialisten zu einer Reihe von Insiderkäufen gekommen. Passend dazu ließ Finanzvorstand Henning Gieseke auf den Hamburger Investorentagen (HIT) in der vergangenen Woche durchblicken, dass die gesenkten Planvorgaben für 2025 erreichbar seien und der Start ins neue Jahr bislang ordentlich verlaufen sei. Im Gesamtjahr könnte nach einer Phase stagnierender Erlöse und Ergebnisse eine Rückkehr auf den Wachstumspfad gelingen. Mit einem 2026er-KGV von rund 11 erscheint die Aktie vor diesem Hintergrund attraktiv bewertet. Zudem ziehen sich Shortseller dem Vernehmen nach zurück.
Hinweis auf Interessenkonflikte: Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: BASF.
Aktien von Ströer befinden sich in einem Real-Depot der Börsenmedien AG.
Heute, 17:44