08.07.2014 Marion Schlegel

BMW, Commerzbank, Deutsche Bank, Deutsche Telekom, Gazprom, Infineon, Lufthansa und Samsung im Fokus

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Deutsche Bank
Trendthema

Der deutsche Aktienmarkt hat am Dienstag seine Abwärtsbewegung vom Wochenanfang fortgesetzt. Vor allem aufgrund negativer Unternehmensmeldungen fiel der DAX kurz nach Handelsbeginn ins Minus und weitete seine Verluste am Nachmittag im Zuge einer schwächeren Eröffnung an der Wall Street aus. Letztlich büßte der Leitindex 1,35 Prozent auf 9.772,67 Punkte ein und landete damit auf dem tiefsten Stand des Tages. Bereits am Montag hatte er rund ein Prozent verloren. Der MDAX sank am Dienstag um 1,38 Prozent auf 16.457,26 Punkte, für den TecDAX ging es um 1,29 Prozent auf 1.302,50 Punkte nach unten.
Anleger warten am heutigen Dienstag gespannt auf den Start der Quartalsberichtssaison in den USA, die am Abend traditionell der US-Aluminiumkonzern Alcoa einläutet. Die Berichtssaison dürfte den Aktienmärkten in den kommenden Wochen die Richtung vorgeben, sagte Marktstratege Chris Weston vom Broker IG.


Infineon: Die Commerzbank bleibt bullish
Dem schwachen Gesamtmarkt kann sich am Dienstag auch Infineon nicht entziehen. Im ersten Halbjahr zählte die Aktie des Chipherstellers jedoch zu den stärksten Titeln im DAX. Die Experten der Commerzbank sind weiterhin von dem Wert überzeugt.


Airbus: Top-Wert der UBS – Aktie vor Ausbruch?
Die Schweizer Großbank UBS hat Airbus von "Neutral" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel auf 57 Euro belassen. Analyst Charles Armitage setzte die Aktie zudem auf die "Most Preferred List" für den europäischen Luftfahrtsektor.


Goldman Sachs und JPMorgan: Kaufen Sie die Aktie der Allianz!
Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat die Einstufung für die Aktie der Allianz nach einem Investorentag auf "Buy" mit einem Kursziel von 142 Euro belassen. Auch JPMorgan hat die Einstufung für Allianz nach einem Investorentag auf "Overweight" mit einem Kursziel von 152 Euro beibehalten.


Commerzbank unter Druck – Aktie vor massivem Verkaufssignal!
Die Nachricht, dass der Commerzbank in den USA eine hohe Millionen-Strafe droht, setzt die Aktie am Vormittag massiv unter Druck. Selbst ein positiver Analystenkommentar verpufft. Es besteht mittlerweile die berechtigte Angst, dass eine wichtige Unterstützung fallen könnte.


Evotec-Aktie: Berg- und Talfahrt nach neuer Kooperation
Die Aktien des im TecDAX notierten Biotechkonzerns Evotec sind am Dienstag zunächst freundlich in den Handel gestartet. Die Meldung, dass die Gesellschaft zukünftig mit dem Fraunhofer-Institut zusammenarbeiten und gemeinsam an Projekten in der Wirkstoffforschung arbeiten wird, wurde von den Anlegern positiv aufgenommen. Im Tagesverlauf musste das Papier seine Gewinne allerdings wieder abgeben. 


Lufthansa unter Druck: Air France KLM senkt Gewinnprognose
Die gekappten Gewinnprognosen der französischen Fluggesellschaft Air France-KLM haben am Dienstag auch die Papiere der Lufthansa belastet. Die Aktie der Kranichairline zählt zu den schwächsten Werten im DAX. Ein neues charttechnisches Verkaufssignal ist zum Greifen nahe. Am morgigen Mittwoch (9. Juli) will Lufthansa-Vorstand Carsten Spohr vor Führungskräften, Aufsichtsräten und Pressevertretern sein Konzept zum Um- und Ausbau des Konzerns vorstellen.


Gazprom: Dividendenprognose gesenkt
Russlands Finanzministerium rechnet für die kommenden Jahre mit einer niedrigeren Dividendenzahlung von Gazprom. Nachdem in Moskau zuvor für das Jahr 2016 eine Ausschüttung von insgesamt 124,7 Milliarden Rubel erwartet worden war, sind es nun nur noch 84,4 Milliarden Rubel. Dies entspricht einer Kürzung der Prognose um 32 Prozent. Hintergrund für die pessimistischere Einschätzung ist der teure Bau der Pipeline nach China.


BASF-Aktie: Die neusten Analystenstimmen
Die Aktie von BASF startet am Dienstag mit einem Plus in den Handel. Auf Jahressicht konnte der Wert rund 30 Prozent zulegen und gehört damit zu den Top-Werten im deutschen Leitindex. Nun haben die Analysten von Independent Research und der Citigroup den Konzern erneut unter die Lupe genommen.


BMW erzielt Rekordverkäufe – Aktie bleibt in Lauerstellung
Die BMW Group hat im ersten Halbjahr erstmals mehr als eine Million Fahrzeuge verkauft und damit eine neue Bestmarke erzielt. Insgesamt wurden per Juni weltweit 1.020.211 Fahrzeuge an Kunden ausgeliefert, ein Anstieg um 6,9 Prozent im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum (954.501). Der Absatz im Juni erreichte mit insgesamt 193.342 Fahrzeugauslieferungen und einem Plus von 4,8 Prozent (Vorjahr: 184.489) ebenfalls einen Bestwert in diesem Monat.


Deutsche Telekom: Das sagt die Commerzbank!
In der vergangen Woche hat die EU-Kommission Telefónica Deutschland die milliardenschwere Übernahme von E-Plus erlaubt. Mit der Fusion der beiden Telekomriesen verändern sich die Machtverhältnisse am deutschen Markt. Mit mehr als 44 Millionen Kunden bilden die bisherige Nummer drei und vier einen neuen Marktführer in der Bundesrepublik. Was dies für die Deutsche Telekom bedeutet, hat die Commerzbank analysiert.


Das ist er: Der Alptraum von Apple und Samsung
Xiaomi. Diesen chinesischen Zungenbrecher kann in den Chefetagen von Samsung, HTC oder Apple mittlerweile jeder aussprechen. Die heutige Gewinnwarnung von Samsung („Samsung schockiert“) ist ein Stück weit auch der neuen Konkurrenz geschuldet. Denn kein Smartphonehersteller wächst schneller als Xiaomi. Erst 2010 gegründet, ist der Newcomer in China bereits an Apple vorbeigezogen. Das Erfolgsgeheimnis: Xiaomi baut nicht nur qualitativ hochwertige und preiswerte Smartphones und Tablets – sondern schaffte es zudem, ein extrem cooles Image aufzubauen. Xiaomi-Chef Lei Jun hat sich dabei viel von Steve Jobs abgeschaut: Gleicher Rollkragenpulli bei Präsentationen, die künstliche Verknappung des Angebotes, um das Kaufverlangen zu steigern und der Anspruch, „anders zu sein“.


Deutsche Bank: Damit rechnen die Experten
Die Aktie der Deutschen Bank ist im gestrigen Handel erneut unter Druck geraten. Während einige Börsianer erklären, dass die Anleger wegen des angeschlagenen Chartbildes die Finger von den DAX-Titeln lassen sollten, verweisen andere auf die niedrige Bewertung der Anteile des deutschen Branchenprimus – mit Recht.


(Mit Material von dpa-AFX)