Das hat sich Deutsche-Bank-CEO Christian Sewing sicher auch anders vorgestellt. Knapp eine Woche nach der Vorstellung der 2025er-Zahlen – immerhin war es ein Rekordjahr – steht die Aktie spürbar tiefer. Das liegt nur zum Teil am Management von Deutschlands größtem Geldhaus. Heute stehen die Zeichen aber zumindest wieder auf Grün.
Das ist nicht die Reaktion, die man auch als Vorstandschef erwartet, wenn man Rekordzahlen präsentiert. Die Aktie der Deutschen Bank rettete sich letzten Donnerstag nach der Zahlenvorlage mit einem Minus von 1,3 Prozent aus dem Handel und hatte damit die Intraday-Verluste deutlich eingedämmt.
Diese Woche gerieten die Papiere dann zusätzlich unter die Räder, da neue Details zur Geschäftsbeziehung mit dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein bekannt wurden. Im Zusammenhang mit der Handhabung von Epstein als Kunden zahlte die Deutsche Bank bereits in der Vergangenheit Strafen. In jedem Fall veranlasste es Anleger scheinbar, sich von der Aktie zu trennen.
Nachdem der Gesamtmarkt in den vergangenen Tagen ebenfalls einknickte, rutschte die Notierung gestern endgültig unter die 50-Tage-Linie bei 32,35 Euro und sendete damit ein Verkaufssignal aus. Die 100-Tage-Linie bei 31,42 Euro wurde ebenfalls unterschritten. Heute gibt es nun aber den Versuch einer Stabilisierung mit einem Plus von über einem Prozent.
Operativ läuft es bei der Deutschen Bank. Laut Managementaussagen zur Zahlenpräsentation Ende Januar verlief der Jahresauftakt vielversprechend. Aber andere Themen haben das zuletzt überlagert, und der Gesamtmarktentwicklung kann sich die Aktie natürlich nicht entziehen.
Das KGV ist nun auf 9 gesunken. Die Deutsche-Bank-Aktie ist damit einen guten Tick günstiger als die Peergroup, die für 2026 mit 11 bewertet wird. Investierte bleiben an Bord und beachten den Stopp bei 27,00 Euro.
Heute, 10:56