Europäische Bankaktien zeigen sich auch 2026 bisher stark. Nach dem überaus fulminanten letzten Jahr zogen die Kurse auch im Januar weiter an. Die Deutsche Bank konnte in den letzten Tagen Boden gut machen und könnte nun neue Widerstände in den Fokus nehmen. 2026 sollte vor allem aus einem Segment weiteres Wachstum kommen.
Die Turbulenzen an den Rohstoffmärkten, insbesondere bei Gold und Silber, sind an Finanzwerten in Europa fast spurlos vorbeigegangen. Der Branchenindex Euro Stoxx Banks legte gestern annähernd zwei Prozent zu. Auch die Aktie der Deutschen Bank schob sich mit immerhin einem kleinen Plus von 0,4 Prozent weiter nach oben.
Was auf den ersten Blick unspektakulär aussieht, war nicht unwichtig für die Notierung. Denn damit hält der Kurs weiter den Aufwärtstrend, der bei 32,62 Euro verläuft. Er besteht seit letztem April und verläuft noch über der 50-Tage-Linie, die bei 32,17 Euro eine Unterstützung bietet.
Der Markt hat die Quartalszahlen der Deutschen Bank vom letzten Donnerstag mittlerweile verarbeitet. Dabei sollten Anleger einen Blick auf das Investmentbanking richten. Auch wenn 2025 alle Sparten ablieferten, bleibt dieses Segment das Powerhouse der Deutschen Bank. Gerade in unsicheren Zeiten drehen die Erträge hier auf.
Im vierten Quartal übertraf der Handel mit Anleihen und Währungen die Erwartungen von 1,94 Milliarden Euro, denn es wurden zwei Milliarden Euro erzielt. Bleibt die Volatilität 2026 hoch, wofür alleine die Geopolitik spricht, dann könnten die Analystenprognosen von 9,76 Milliarden Euro Erträgen zu gering gegriffen sein. Im letzten Jahr wurden 9,61 Milliarden Euro erzielt.
Die Deutsche Bank hält sich gut aus charttechnischer Sicht im neuen Jahr. Mit den positiven Jahreszahlen im Rücken spricht viel für steigende Kurse. Der nächste horizontale Widerstand liegt nun bei 33,45 Euro und bei 34,25 Euro käme ein Mehrjahreshoch in Sicht. Interessierte Anleger können an schwachen Tagen einsteigen.
Heute, 07:14