Commerzbank
- Thomas Bergmann - Redakteur

Commerzbank unter Druck - Aktie vor massivem Verkaufssignal!

Die Nachricht, dass der Commerzbank in den USA eine hohe Millionen-Strafe droht, setzt die Aktie am Vormittag massiv unter Druck. Selbst ein positiver Analystenkommentar verpufft. Es besteht mittlerweile die berechtigte Angst, dass eine wichtige Unterstützung fallen könnte.

Wie DER AKTIONÄR berichtete, haben US-Ermittler die Commerzbank wegen des Verstoßes gegen Sanktionen ins Visier genommen. Einem Bericht der New York Times zufolge soll die Bank mindestens 500 Millionen Dollar an Strafe bezahlen.

Die Tatsache, dass die Analysten von Macquarie die Aktie auf ihre "Conviction List" nehmen, findet in diesem Umfeld wenig Gehör. Die Experten der australischen Bank sehen den fairen Wert bei 14 Euro und stufen die Commerzbank mit "Outperform" ein.

Bruch der Unterstützung?

Aufgrund der Kursverluste hat die Commerzbank-Aktie bereits das 38,2%-Fibonacci-Retracement der Aufwärtsbewegung zwischen Juli 2013 und April 2014 (bei 11,07 Euro) unterschritten. Als nächstes könnte die Unterstützung bei 11,00 Euro fallen und im Anschluss daran ein schneller Rückgang auf das Zwischentief bei 10,66 Euro folgen.

Commerzbank; Chart;

Sollte auch hier der Abwärtstrend nicht stoppen, müssen sich die Aktionäre der Bank auf Kurse um 10,00 Euro einstellen. Hier verläuft neben einer horizontalen Auffanglinie, das 50%-Fibonacci-Retracement der angesprochenen Aufwärtsbewegung. Außerdem hat die Marke rein psychologisch betrachtet eine wichtige Funktion.

Abwarten

Das Umfeld, die neuen Prozessrisiken, die Charttechnik - alles drei spricht derzeit gegen die Commerzbank. Anleger sollten die Entwicklung vom Seitenrand aus beobachten.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank und Commerzbank: Viel zu teuer

Das Referendum in Italien am kommenden Sonntag sorgt an den Märkten für Nervosität. Nicht nur italienische Bankaktien wurden in den vergangen Tagen abverkauft. In Deutschland standen auch die Commerzbank und die Deutsche Bank auf der Abschussliste der Anleger. Egal wie die Abstimmung in Italien … mehr
| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Commerzbank: Ausgestoppt!

Das Referendum in Italien wirft seine Schatten voraus: Am nächsten Sonntag stimmen die Südländer über eine Verfassungsreform ab und damit über die politische Zukunft von Premier Matteo Renzi. Scheitert die Abstimmung, könnte Renzi zurücktreten. Die eurokritische Partei 5-Sterne liegt derzeit in … mehr