Rekordergebnis und mehr Dividende: DAX‑Aktie trotzdem auf Talfahrt

Rekordergebnis und mehr Dividende: DAX‑Aktie trotzdem auf Talfahrt
Foto: solarseven/iStock
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Michael Schröder Heute, 20:11 Michael Schröder

Die Deutsche Börse hat 2025 dank Übernahmen und eines starken Geschäfts rund um Finanzmarktprodukte so viel umgesetzt und verdient wie noch nie. Für das laufende Jahr stellt der DAX-Konzern weiteres organisches Wachstum in Aussicht. Aktionäre sollen von einer höheren Dividende profitieren. Die Aktie fällt dennoch seit Monaten.

Deutsche Börse liefert: Die Nettoerlöse ohne das zinsabhängige Treasury-Ergebnis, also der Teil des Gewinns, der aus dem Anlage- und Zinsgeschäft mit Kundengeldern stammt, stiegen um neun Prozent auf 5,2 Milliarden Euro. Das EBITDA legte um drei Prozent auf 3,5 Milliarden Euro zu. Bereinigt um das Treasury-Ergebnis kletterte der operative Gewinn sogar um 14 Prozent auf 2,7 Milliarden Euro. Damit erfüllte der Konzern die Erwartungen der Analysten.

Unter dem Strich verdiente die Deutsche Börse 2,1 Milliarden Euro – ein Plus von drei Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Dividende soll um 20 Cent auf 4,20 Euro je Aktie steigen. Einschließlich Aktienrückkäufen will der Konzern insgesamt 1,3 Milliarden Euro an die Aktionäre ausschütten – ein neuer Rekord.

Auch für 2026 zeigt sich das Management zuversichtlich. Die Nettoerlöse ohne Treasury-Ergebnis sollen auf 5,7 Milliarden Euro steigen, das entsprechende EBITDA auf 3,1 Milliarden Euro. Vorstandschef Stephan Leithner verweist auf intakte strukturelle Wachstumstreiber und erwartet, die operativen Ziele für 2026 zu erreichen.

Strategisch baut die Deutsche Börse ihr Geschäft außerhalb des klassischen Aktienhandels weiter aus, um unabhängiger von Marktschwankungen zu werden. So plant der Konzern die Übernahme der Fondsplattform Allfunds für etwas mehr als fünf Milliarden Euro. Es wäre die größte Akquisition in der Unternehmensgeschichte – und ein möglicher Kurstreiber. 

Deutsche Börse (WKN: 581005)

Bei der Aktie der Deutschen Börse scheint seit letztem Sommer die Fantasie raus. Die Aktie markierte ein Tief nach dem nächsten. Von der zuletzt hohen Volatilität profitierten die Papiere nicht. Auch die Zahlen sorgen zunächst nicht für Rückenwind. Die Aktie hatte im regulären Handel rund drei Prozent verloren und notiert mit gut 203 Euro deutlich unter ihrem Rekordhoch von über 294 Euro. Auf Sicht von zwölf Monaten steht für die Aktie ein Minus von gut 15 Prozent. 

(Mit Material von dpa-AFX) 

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