25.03.2014 Martin Weiß

DAX schließt deutlich im Plus: Commerzbank, Deutsche Bank., Deutsche Post, Evotec, Gazprom, Kontron, Manz im Fokus

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TecDAX
Trendthema

Der Dax hat seine starken Gewinne am Dienstag nach Wirtschaftsdaten aus den USA halten können. In den Vereinigten Staaten hat sich die Stimmung der Verbraucher im März überraschend stark aufgehellt, wie der Index des Conference Board zeigt. Die Verkäufe neuer Häuser sind zudem im Februar etwas weniger als erwartet gefallen. Zuvor waren die Hauspreisindizes von Case-Shiller und FHFA weniger stark gestiegen als erwartet. "Per saldo unterstützen die Zahlen das Szenario einer wirtschaftlichen Belebung. Zinserhöhungserwartungen bezüglich der Fed dürften sich tendenziell verfestigen", kommentierte Volkswirt Ralf Umlauf von der Helaba.

Der Dax schloss im Xetra-Handel 1,63 Prozent fester bei 9.338,40 Punkten.

Anleger fliehen aus Lukoil und Co
Während der DAX haussierte, hielt die Kapitalfluch in Russland an. Die Krim-Krise hat dem russischen Staat zwar eine Halbinsel eingebracht, das Vertrauen vieler Investoren hat das Land aber dadurch verloren. So rechnet die russische Regierung damit, dass der Kapitalabfluss ausländischer Anleger rasant angestiegen sei und im ersten Quartal bei 70 Milliarden Dollar liegen dürfte.

Gazprom: Das sagen die Analysten
Die Aktie des russischen Gasriesen Gazprom zählt derzeit in Deutschland zu den gefragtesten und meistdiskutierten Titeln. Während die eine Gruppe wegen der hohen politischen Risiken von einer Fortsetzung der Talfahrt ausgeht, verweist die andere Gruppe auf die günstige Bewertung der Gazprom-Aktie. Für den Großteil der Analysten ist die Sache allerdings vollkommen klar.

Commerzbank: Aktie vor Megaausbruch
Die Commerzbank-Aktie hat den Wochenauftakt sprichwörtlich in den Sand gesetzt. Mit einem Minus von 3,2 Prozent beendete Deutschlands Bank Nummer 2 den Handel auf Xetra und zählte damit zu den schwächsten Werten im DAX. Der Kursrutsch hat aus technischer Sicht aber nicht nur Schattenseiten.

Deutsche Bank: Razzia, Vorwürfe - Aktie trotzdem im Plus
Der Kirch-Streit lässt die Deutsche Bank nicht zur Ruhe kommen. Am Dienstag durchsuchte die Staatsanwaltschaft München Räume der Deutschen Bank in Frankfurt. Es geht um versuchten Betrug. Die Anleger lassen sich die gute Laune nicht vermiesen und greifen bei der DAX-Aktie zu.

Deutsche Post: DAX-Konzern vor AllzeithochDie Papiere der Deutschen Post sind am Dienstag an die Spitze des DAX geklettert. Durch den Kurssprung gelang der Ausbruch über das alte Zwischenhoch bei 26,00 Euro. Ein Test des alten Allzeithoch bei 27,24 Euro dürfte nur noch eine Frage der Zeit sein.

Kontron: Aktie nach Zahlen, Ausblick im Sturzflug
Die Papiere von Kontron führen am Dienstag in einem starken Gesamtmarkt die Verliererliste im TecDAX an. Grund für den Kursrutsch sind die schwachen Zahlen für das abgelaufene Jahr mit dem die Erwartungen der Marktteilnehmer enttäuscht wurden.

Infineon: 10-Euro-Marke im Visier
Nach einer zwischenzeitlichen Konsolidierung ist der Kurs des DAX-Titels Infinoen mittlerweile nach oben gedreht. Unterstützung gibt es von Seiten der Analysten.

Leoni: Topverlierer
Die Aktie des Autozulieferers Leoni ist am Dienstagvormittag unter die Marke von 50 Euro gerutscht. Schwer im Magen liegt den Börsianern die Nachricht, dass Vorstand Klaus Probst am 30. Juni 2015 von Bord gehen wird.

Manz: Aufträge von Apple und Co
Die Manz AG hat Neuaufträge im Geschäftsbereich Display mit einem Gesamtvolumen von rund 45 Millionen Euro erhalten. Die Bestellungen würden Systeme und Anlagen in den Bereichen Automation, Laserprozesstechnologie und Messtechnik umfassen. Bereits im Januar wurden Neuaufträge in Höhe von 50 Millionen Euro gemeldet.

Evotec: Nach Zahlen im Fokus
Evotec hat am Morgen die Zahlen für das Geschäftsjahr 2013 bekannt gegeben. Die zuletzt gesenkten Prognosen wurden erreicht. Auch der Ausblick klingt zuversichtlich. Der TecDAX-Konzern will den Umsatz dank Meilensteinen, Abschlagszahlungen und Lizenzen deutlich steigern. DER AKTIONÄR geht davon aus, dass mit diesen Zahlen die Bilanz endgültig bereinigt sein sollte und ist daher weiter optimistisch, was die Entwicklung der Evotec-Aktie angeht.