Das klingt spannend: Nvidia treibt seine Expansion im Bereich Künstliche Intelligenz weiter voran und kooperiert künftig mit dem jungen KI-Start-up Ineffable Intelligence. Das Unternehmen wurde erst Ende 2025 von David Silver gegründet, einem früheren Spitzenforscher von Google DeepMind und Professor am University College London.
Ziel der Zusammenarbeit ist die Entwicklung neuartiger KI-Systeme, die nicht primär auf menschlichen Daten basieren, sondern eigenständig durch Erfahrungen und Versuch-und-Irrtum-Prozesse lernen. Im Mittelpunkt steht sogenanntes Reinforcement Learning. Dabei optimieren KI-Modelle ihre Fähigkeiten nicht durch klassische Datensätze, sondern durch kontinuierliches Lernen aus Interaktionen und Ergebnissen. Laut Nvidia-Chef Jensen Huang markiert dies die „nächste Entwicklungsstufe der KI“. Gemeinsam mit Ineffable wolle man die technische Infrastruktur für groß angelegte Reinforcement-Learning-Systeme entwickeln.
Für die Umsetzung sollen Nvidias leistungsstarke Grace-Blackwell-Chips sowie die neue Vera-Rubin-Plattform eingesetzt werden. Beide Unternehmen wollen gemeinsam eine Infrastruktur schaffen, mit der solche lernenden Systeme künftig in großem Stil trainiert werden können.
Ineffable Intelligence hatte bereits im April mit einer Rekord-Seedfinanzierung über 1,1 Milliarden Dollar auf sich aufmerksam gemacht. Zu den Investoren zählen neben Nvidia unter anderem Sequoia Capital, Lightspeed, Google, DST Global, Index Ventures sowie der britische Sovereign AI Fund.
David Silver gilt als einer der führenden Experten im Bereich Reinforcement Learning. Er erklärte, die bisherige KI habe vor allem gelernt, vorhandenes menschliches Wissen nachzubilden. Nun gehe es darum, Systeme zu entwickeln, die eigenständig neues Wissen entdecken können. Dafür seien völlig neue Trainingsmethoden und Modellarchitekturen erforderlich.
Die Kooperation unterstreicht zugleich einen wichtigen Trend in der KI-Branche: Immer mehr Spitzenforscher verlassen große Technologiekonzerne, um eigene KI-Labore aufzubauen. Investoren stellen diesen Start-ups derzeit enorme Summen zur Verfügung. Erst kürzlich sammelte etwa das neue Unternehmen Recursive Superintelligence, gegründet vom ehemaligen DeepMind-Forscher Tim Rocktäschel, rund 650 Millionen Dollar ein. Auch andere junge KI-Firmen ehemaliger Mitarbeiter von OpenAI, Anthropic oder xAI konnten zuletzt hohe Finanzierungen sichern.
DER AKTIONÄR hält an seiner Einschätzung fest: Die moderate Bewertung, die dominante Marktstellung und die Wachstumsaussichten sprechen weiter für die Nvidia-Aktie. Das Papier ist auch weiterhin Bestandteil des AKTIONÄR-Depots und bleibt ein Kauf.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Nvidia.
Der Autor hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Nvidia.
Aktien der Nvidia befinden sich in einem Real-Depot der Börsenmedien AG.
Heute, 19:11