Eine Investorenlegende macht eine simple und umwerfende Rechnung für KI-Kraftwerke aus. Gleichzeitig schießen einige Investoren in ihrer Euphorie über Nvidia übers Ziel hinaus und würfeln entscheidende Zahlen durcheinander.
David Sacks ist in Deutschland wenig bekannt, doch in Investorenkreisen enorm vernetzt. Der US-Unternehmer gilt als Teil der sogenannten „PayPal Mafia“ ehemaliger PayPal-Manager um Peter Thiel und Elon Musk.
Trump ernannte ihn zwischenzeitlich zum „AI & Crypto Czar“ des Weißen Hauses. Seine Aufgabe war die KI-Strategie, Kryptopolitik und Deregulierung. Jetzt zeigte er in einer Art vereinfachten Bierdeckel-Rechnung das ungeheure Gewinnpotential neuer KI-Kraftwerke. Auf Deutsch: „Schätzungen für ein 1-Gigawatt-Rechenzentrum: Gesamtkapitalkosten: 50 Milliarden Dollar. Erlöse aus Unternehmenseinnahmen: 25 bis 30 Milliarden pro Jahr. Stromkosten: 1 bis 2 Milliarden pro Jahr.“ Das ergäbe nur rund zwei Jahre Amortisation.“ Klares Fazit: „Der Boom ist real.“
Back-of-envelope numbers for 1 gigawatt data center:
— David Sacks (@DavidSacks) May 10, 2026
All-in Capex: ~$50 bn
Enterprise revenue generated: ~$25-30 bn/year
Electricity cost: $1-2 bn/year
~2 year payback.
The boom is real.
1000% vs. 1000× verwechselt
Gleichzeitig tauchten bei X mehrere Postings auf, die darlegen sollen, dass Nvidia-Chef Jensen Huang von einer „1000-fach“ so hohen KI-Compute-Nachfrage spricht. Belege dafür findet ChatGPT nicht. Vielmehr scheint es sich um eine falsche Auslegung zu handeln, die viral ging. So zitierte etwa Fortune Huang sinngemäß mit der Aussage, dass der Compute Bedarf für „agentic AI“ um 1.000 Prozent (!) gegenüber generativer KI gestiegen sei. Auch ist vereinzelt die Rede, dass 100-facher Rechenbedarf anfällt, sobald komplexe Modelle autonom Aufgaben von Menschen übernehmen. Das sorgt für einen anhaltenden Run auf Datencenter, die etwa die US-Tochter der TFA-Depot-Firma Hochtief baut. Mehr dazu im neuen Report.
Trotz Verwechslung. Auch 1.000 Prozent sind enorm, das KI-Wachstum ist real. So hat etwas Intel in wenigen Wochen 150 Prozent im Depot 2030 zugelegt, das nun die 500 Prozent Marke übersprungen hat. Im neuen AKTIONÄR TV wird trotz „intaktem Trend“ jedoch gewarnt, nicht komplett die Bodenhaftung zu verlieren.
Bevor wir Nvidia im Jahr 2015 bei 0,52 Euro im AKTIONÄR Hot Stock Report vorstellten, bestätigte ein Nvidia-Sprecher damals das hohe Interesse an den GPUs. Ein gutes Omen. Die Aktie hat über 30.000 Prozent zugelegt.
Nach Intel und Nvidia: China-KI-Kauf!
Im neuen AKTIONÄR HSR 17/2026 gibt es im Depot 2030 eine neue Transaktion – bei einem KI-China-Titel. Zudem wird nach dem TFA-Depot-Vervielfacher Hochtief ein neuer, noch unbekannter KI-Datencenter-Profiteur aus Texas vorgestellt – dem Ort, an dem Paypal-Mafia-Legende Musk wohl neue KI-Milliarden-Investitionen vorantreibt. Einfach hier für alle Details und Transaktionen des Depot 2030 und TFA-Depot freischalten.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Nvidia.
Heute, 17:01