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Krieg im Iran: Trump gefällt Irans Antwort nicht, Ölpreise ziehen wieder an

Krieg im Iran: Trump gefällt Irans Antwort nicht, Ölpreise ziehen wieder an
Foto: Alex Brandon/Pool/Reuters
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Thorsten Küfner Heute, 06:48 Thorsten Küfner

Noch immer sind die USA und der Iran weit von einer Lösung entfernt. US-Präsident Donald Trump reagierte äußerst scharf auf die jüngste Antwort Teherans auf den amerikanischen Vorschlag zur Beilegung des Konflikts und verschärfte erneut seinen Ton gegenüber der Islamischen Republik. Aus dem Iran kamen dagegen demonstrativ gelassene Reaktionen.

So schrieb Trump auf Truth Social: "Ich habe gerade die Antwort der sogenannten "Vertreter" des Irans gelesen. Das gefällt mir nicht - VÖLLIG INAKZEPTABEL". Konkrete Angaben dazu, welche Punkte Washington ablehnt oder wie die nächsten Schritte aussehen könnten, machte der US-Präsident nicht. Bereits zuvor hatte er dem Iran offen gedroht. In einem weiteren Beitrag erklärte Trump: "Die werden nicht mehr lange lachen!"

In Teheran zeigte man sich davon unbeeindruckt. Die regierungsnahe Nachrichtenagentur Tasnim zitierte eine informierte Quelle mit der Aussage, Trumps Reaktion spiele keinerlei Rolle. Niemand im Iran formuliere Vorschläge mit dem Ziel, dem US-Präsidenten zu gefallen. Maßgeblich seien ausschließlich die Interessen des iranischen Volkes.

Die iranische Antwort auf den amerikanischen Vorschlag war am Sonntag über Pakistan als Vermittler an die USA übermittelt worden. Nach Angaben des iranischen Staatssenders Irib konzentriert sich der Gegenvorschlag insbesondere auf ein Ende der militärischen Auseinandersetzungen in allen Konfliktgebieten – vor allem im Libanon – sowie auf die Sicherheit der internationalen Schifffahrt.

Bereits vor einigen Tagen hatte die iranische Regierung bestätigt, dass ein amerikanischer Vorschlag geprüft werde. Dabei handelt es sich um ein Papier mit insgesamt 14 Punkten (etwa mögliche Lockerungen der US-Sanktionen, Regelungen zur Zukunft der strategisch wichtigen Straße von Hormus sowie neue Gespräche über das iranische Atomprogramm), das zunächst die Grundlage für 30 Tage dauernde Verhandlungen schaffen soll, um den Krieg zu beenden. 

Der Iran-Experte Danny Citrinowicz äußerte sich auf X skeptisch zu den Chancen auf eine schnelle Einigung. Mit Blick auf Trumps scharfe Kritik erklärte er, der Iran habe derzeit weder die Absicht zu kapitulieren noch die Forderungen Washingtons zu akzeptieren. Selbst eine erneute militärische Eskalation werde daran vermutlich nichts ändern. Nach seiner Einschätzung gebe es letztlich nur zwei realistische Szenarien für eine Einigung: einen weitreichenden Kompromiss bei zentralen iranischen Forderungen oder einen Regimewechsel in Teheran. Für Letzteres müssten die USA allerdings erhebliche militärische, politische und wirtschaftliche Ressourcen einsetzen.

Öl Brent (ISIN: XC0009677409)

Im Zuge der jüngsten Entwicklung ist nun der Preis für ein Barrel der Bordseesorte Brent um vier Prozent gestiegen. Dies spielt natürlich gut aufgestellten und effizienten Energieriesen wie etwa TotalEnergies voll in die Karten. Die immer noch relativ günstig bewertete Dividendenperle bleibt nach wie vor attraktiv. Der Stoppkurs sollte bei 55,00 Euro belassen werden. 

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