Der französische Energiekonzern TotalEnergies führt wegen des wieder eskalierenden Iran-Kriegs und der zuletzt deutlich gestiegenen Kraftstoffpreise erneut einen Preisdeckel an seinen Tankstellen ein. Wie das Unternehmen mitteilte, kostet ein Liter Benzin an den rund 3.300 Total-Tankstellen in Frankreich ab sofort maximal 1,99 Euro.
Für Diesel gilt zunächst ein Höchstpreis von 2,25 Euro je Liter. An drei besonders reisestarken Wochenenden im August soll jedoch auch Diesel für höchstens 1,99 Euro angeboten werden. Bereits im Mai und Juni hatte Total die Kraftstoffpreise zeitweise begrenzt. Zuvor hatte Frankreichs Premierminister Sébastien Lecornu den Energiekonzern aufgefordert, die Verbraucher angesichts der hohen Gewinne infolge der Energiekrise "auf schnellem und einfachem Weg" zu entlasten. Mit der Einführung des Preisdeckels konnte Total den politischen Druck bislang entschärfen und Forderungen nach einer sogenannten Übergewinnsteuer abwehren.
Die Aktie von TotalEnergies zieht indes weiter nach oben. Dem Unternehmen helfen dabei natürlich die anhaltend hohen Öl- und Gaspreise. Gut möglich, dass es in den kommenden Wochen zu einem erneuten Test des bisherigen Allzeithochs bei 81,36 Euro kommen wird. Geht es nach den Analysten von RBC und Jefferies, so ist der Dividendentitel ohnehin immer noch zu günstig. Ihrer Ansicht nach wäre die Aktie erst bei 85,00 Euro (RBC) beziehungsweise 88,00 Euro (Jefferies) fair bewertet.
DER AKTIONÄR hält an seiner Einschätzung fest: Die starke Marktstellung, die gute Kostenstruktur und die solide Bilanz spiegeln die aktuelle Bewertung der TotalEnergies-Aktie mit einem KGV von 8 für das laufende Jahr aktuell nicht wider. Die Dividendenperle bleibt daher ein Kauf. Der Stoppkurs kann vorerst noch bei 55,00 Euro belassen werden.
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