12.03.2014 Stefan Sommer

DAX mit schwachem Start - Sorgen um Krim und China: VW, Unicredit, Nordex, Manz, K+S, Gold, Solarworld, RGS Energy, Trina, JinkoSolar, Plug Power, Commerzbank im Fokus

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Gold
Trendthema

Der DAX hat seine Auftaktverluste am Mittwoch ausgeweitet. Nach der kurzen Verschnaufpause vom Vortag nahm der deutsche Aktienmarkt damit wieder den negativen Trend der jüngsten Zeit auf. Die Krise in der Ukraine sorgt auch weiterhin für Unsicherheit. Der deutsche Leitindex baute das Minus im frühen Handel auf zuletzt 1,10 Prozent bei 9204,99 Punkten aus. Der MDAX rutschte 1,00 Prozent ab auf 16 310,15 Punkte, der TecDAX verlor 1,29 Prozent auf 1251,31 Punkte. Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone gab nach um 1,09 Prozent auf 3058,72 Punkte.

Die politische Lage dominiert derzeit mit den Schlagzeilen auch die Finanzmärkte in Europa. Händler verwiesen am Morgen zwar auf Medienberichte, wonach die ukrainische Regierung auf der Krim trotz der möglichen Abspaltung vom Rest des Landes nicht militärisch eingreifen will. Gleichwohl fürchten Börsianer eher die Auswirkungen wirtschaftlicher Sanktionen des Westens gegen Russland. "Die Sorgen um eine neue politische und wirtschaftliche Eiszeit zwischen dem Westen und der russischen Föderation erscheinen angesichts der Faktenlage nicht unbegründet", kommentierte Investmentanalyst Clemens Bundschuh von der Landesbank Baden-Württemberg. Erneute Sorgen gab es auch rund um die Wirtschaftskraft Chinas, in Asien leuchten die Kurstafeln teils tiefrot.

VW: Kerngeschäft läuft – Aktie kommt nicht vom Fleck

Europas größter Autobauer Volkswagen hat bei seiner Kernmarke VW-Pkw im Februar ein leichtes Absatzplus verzeichnet. Das Februar-Plus lag gegenüber dem Vorjahresmonat bei 1,5 Prozent, wie der Konzern mitteilte. Im Januar hatte der Zuwachs noch bei 4,8 Prozent betragen. Vertriebschef Christian Klingler ließ erklären: "Trotz des teilweise schwierigen Umfeldes in einigen Märkten hat die Marke Volkswagen-Pkw in den ersten beiden Monaten ihre gute Entwicklung fortgesetzt."

Der Tag nach der Kursexplosion – Analystenmeinungen zu Unicredit-Zehlen

Die Unicredit-Aktie brannte am Dienstag nach Bekanntgabe der Jahreszahlen ein wahres Kursfeuerwerk ab. Ausgehend vom Tagestief bei 5,91 Euro stieg der Kurs in der Spitze um zehn Prozent. Durch den Kurssprung generierte die italienische Großbank ein starkes Kaufsignal.

Nordex-Aktie bleibt gefragt – Vestas zeigt Relative Stärke

Nordex zeigt in einem schwachen Marktumfeld Relative Stärke. Trotz Krim-Krise hat sich die Aktie in den letzten Tagen über der wichtigen Marke von 12,00 Euro gehalten. Dass die Stimmung für die Aktien der Hersteller von Windenergieanlagen gut ist, zeigt die Kursentwicklung der dänischen Firma Vestas. Die Aktie hat sich vor wenigen Tagen über das alte Hoch bei 27,14 Euro geschoben. Auch die volatile Börse konnte dem Papier nichts anhaben, derzeit notiert Vestas bei 27,45 Euro.

Apple-Partner Manz: Kampf um wichtige Marke

Nach dem starken Anstieg der Manz-Aktie stellt sich nun die Frage: Setzt sich der Aufwärtstrend fort? Charttechnisch gibt es zumindest aus kurzfristiger Sicht Warnsignale. So wurde die wichtige 70-Euro-Marke nicht nachhaltig überschritten. Auch die 38-Tage-Linie konnte nicht geknackt werden. Der misslungene Ausbruch geschah unter relativ hohem Handelsvolumen, was ein Fehlsignal unwahrscheinlicher macht.

K+S: Das erwarten die Experten

Bald ist es soweit: Am Donnerstag, 13. März, wird der Kali- und Salzproduzent K+S seine Zahlen für das abgelaufene Jahr vorlegen. Vor allem die deutlich unter Druck geratenen Kalipreise dürften die Bilanz trüben. Dennoch: Es besteht Hoffnung, dass der Tiefpunkt mittlerweile erreicht ist.

Der Afrika-Spezialist

Afrika haben viele Anleger in den vergangenen Jahren aufgrund von zahlreichen Problemen vor Ort aus dem Fokus verloren. Zu Unrecht, denn der Kontinent könnte in Zukunft im Goldbereich durchaus wieder eine große Rolle spielen. Insbesondere Westafrika verfügt über enorm hohe Rohstoffressourcen. In Mali und im Senegal lagern sogar neben Südafrika die größten Gold­reserven der Welt.

Übernimmt sich Solarworld mit Bosch?

Die Bonner Solarworld AG soll an diesem Mittwoch große Teile der Produktionskapazitäten von Bosch Solar in Arnstadt übernehmen. Der Einstieg, der Ende November 2013 angekündigt wurde, werde am 12. März vollzogen, teilte Thüringens Wirtschaftsminister Uwe Höhn (SPD) am Dienstag in Erfurt mit. 800 Arbeitsplätze könnten dadurch in Arnstadt gesichert werden.

RGS Energy, Trina, JinkoSolar: Kurseinbruch wegen Crash bei Plug Power?

Die Aktie des US-Solarunternehmens RGS Energy stürzte am Dienstag um 14 Prozent ab, auch JinkoSolar und Trina Solar verzeichneten hohe Abschläge. Einer der Gründe für Schwäche könnte der crashartige Einbruch bei Brennstoffzellen-Spezialisten Plug Power gewesen sein, dessen Aktie am Dienstag über 40 Prozent an Wert verlor.

Dirk Müller: „Das könnte zu ernsthaften Problemen bei uns führen“

Die Krim-Krise hat die Börsen rund um den Globus derzeit fest im Griff. Die Börsen fahren Achterbahn, jegliche Stärke im deutschen Leitindex wird zu Verkäufen genutzt. Im Interview mit dem AKTIONÄR äußert sich Mr. DAX Dirk Müller über die richtige Strategie, überbewertete Aktien im Social-Media-Bereich und neue Chancen an den Märkten.

Euro/US-Dollar: Durchwachsen Daten aus der Eurozone

Im Euroraum hat die Industrie zum Jahresauftakt einen Rückschlag erlitten. Laut den jüngsten Daten der europäischen Statistikbehörde Eurostat produzierten die Unternehmen im Januar 0,2 Prozent weniger als im Vormonat. Ökonomen hatten hingegen mit einem Anstieg um 0,5 Prozent gerechnet. Allerdings wurde der Rückgang im Dezember von 0,7 auf nur noch 0,4 Prozent korrigiert. Im Jahresvergleich produzierten die Unternehmen im Januar 2,1 Prozent mehr. Am Markt wurde nur mit einem Plus von 1,9 Prozent gerechnet.

Commerzbank: 7,50 oder 16 Euro – was ist die Aktie wirklich wert?

Die Aktie der Commerzbank steht einmal mehr im Fokus der Anleger. Nachrichten gibt es keine. Allerdings hat sich die charttechnische Situation bei Deutschlands zweitgrößter Bank merklich verschlechtert. Die Aktie ist unter den Aufwärtstrend gerutscht. Die Meinungen der Analysten zur Commerzbank gehen weit auseinander.

(Mit Material von dpa-AFX)