Volkswagen Vz.
- Jochen Kauper - Redakteur

VW: Kerngeschäft läuft – Aktie kommt nicht vom Fleck

Europas größter Autobauer Volkswagen hat bei seiner Kernmarke VW-Pkw im Februar ein leichtes Absatzplus verzeichnet. Das Februar-Plus lag gegenüber dem Vorjahresmonat bei 1,5 Prozent, wie der Konzern mitteilte. Im Januar hatte der Zuwachs noch bei 4,8 Prozent betragen. Vertriebschef Christian Klingler ließ erklären: "Trotz des teilweise schwierigen Umfeldes in einigen Märkten hat die Marke Volkswagen-Pkw in den ersten beiden Monaten ihre gute Entwicklung fortgesetzt."

China boomt
Für die ersten zwei Monate dieses Jahres liegt das Absatzwachstum bei 3,3 Prozent. Nach einer guten halben Million Pkw mit VW-Logo aus dem Januar kamen im kurzen Monat Februar 407.600 weitere hinzu. Der neue Gesamtstand liegt bei 923.100 Autos. Ausgemacht scheint, dass die Talsohle der Absatzkrise in Europa durchschritten ist. Per Februar liegt der Zuwachs in Gesamteuropa bei 5,9 Prozent, in Westeuropa ohne Deutschland bei 7,8 Prozent und in Deutschland bei 4,6 Prozent. Immer offensichtlicher wird die Abhängigkeit vom größten Einzelmarkt China: In den ersten beiden Monaten 2014 kam von dort mit 437.700 Stück fast die Hälfte des Absatzes (47,4 Prozent). In den USA ging die steile Talfahrt indes weiter: Die Wolfsburger verkauften im Januar und Februar nur noch rund 50 600 Autos auf dem zweitgrößten Pkw-Markt der Welt - das sind 16 Prozent minus.




VW-Aktie halten
Trotz der guten Zahlen kommt die Aktie des Volkswagen-Konzerns im laufenden Jahr nicht richtig vom Fleck. Nach wie vor hängt das Papier in der Seitwärtsrange fest. Der aktuelle Rücksetzer führte das Papier bis auf die Marke von 180 Euro zurück. Hier sollte die 200-Tage-Linie Halt bieten. Dennoch: Die Erholung der Autoverkäufe in Europa spielt insbesondere dem Massenhersteller Volkswagen in die Karten. Auch der Autoboom in China wird Volkswagen steigende Verkaufszahlen bescheren. DER AKTIONÄR ist weiterhin von den guten Aussichten des Autobauers überzeugt.  Sofern das Papier durch die Krim-Krise weiter zurückfallen sollte, setzen Anleger ein Abstauberlimit bei 172,00 Euro. Aus technischer Sicht hinterlässt derzeit die Aktie von Daimler das bessere Bild.





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