17.04.2014 Stefan Sommer

DAX kaum verändert erwartet: Google, IBM, SAP, Morphosys, Daimler, Nordex, Commerzbank im Fokus

-%
Morphosys
Trendthema

Nach den deutlichen Kursausschlägen im bisherigen Wochenverlauf dürfte der DAX am letzten Handelstag vor Ostern zunächst auf der Stelle treten. Der Broker IG erwartete den deutschen Leitindex am Donnerstag nahezu unverändert bei 9315 Punkten. Die Vorgaben sind gemischt. Zwar hatten sich die US-Börsen freundlich entwickelt, nach Börsenschluss in den USA haben einem Händler zufolge aber schwache Geschäftszahlen von IBM und Google die Stimmung getrübt. Der Future auf den Dow Jones Industrial büßte daraufhin seine Gewinne fast vollständig ein und stand zuletzt in etwa auf dem Niveau vom Xetra-Schluss am Mittwoch. An den Börsen Asiens ging es moderat nach oben. Die Investoren hofften vor der Oster-Pause auf keine weiteren negativen Nachrichten aus der Ukraine, sagte IG-Marktstratege Stan Shamu. Am Nachmittag könnten US-Konjunkturdaten bewegen. Am Morgen richten sich die Blicke aber zunächst auf die Quartalszahlen von SAP. Zudem wird der Versorger RWE am Donnerstag ex Dividende gehandelt. Der Energiekonzern schüttet 1,00 Euro je Papier an seine Anteilseigner aus. Desweiteren hat Beiersdrof zur Hauptversammlung geladen.

Google: Aktie nach enttäuschenden Q1-Zahlen unter Druck

Der führende Internetkonzern Google hat mit seinen Geschäftszahlen für das erste Quartal die Wall Street enttäuscht. Sowohl beim Umsatz, als auch beim Gewinn, blieb der Platzhirsch hinter den Erwartungen der Analysten zurück. Die Aktie des Unternehmens reagiert mit Verlusten.

IBM mies, Google schwach – DAX vor Absturz?

Mit IBM und Google haben am Mittwochabend zwei der wichtigsten Technologiefirmen ihre Bilanzen vorgelegt – und beide haben enttäuscht. Die Aktien von IBM und Google kommen nachbörslich stark unter Druck. Das dürfte sich auch auf den deutschen Aktienmarkt auswirken und den DAX unter Druck bringen.

SAP-Aktie nach den Zahlen: Aussichtsreiches Cloud-Geschäft stark

Europas größter Softwarehersteller SAP hat im ersten Quartal erneut den starken Euro zu spüren bekommen. Umsatz und Betriebsergebnis seien stark durch Wechselkurseffekte belastet worden, teilte der Konzern am Donnerstag in Walldorf mit. Zwar stiegen die Erlöse im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum um drei Prozent auf 3,70 Milliarden Euro. Ohne Wechselkurseffekte wären sie auf bereinigter Basis nach Angaben des Unternehmens aber doppelt so schnell gewachsen. Das bereinigte Betriebsergebnis wuchs um zwei Prozent auf 919 Millionen Euro, unter dem Strich stand ein Gewinnplus von drei Prozent auf 534 Millionen Euro. Bei Erlösen und Ergebnis schnitt SAP schwächer ab als von Analysten erwartet.

Morphosys: Aktie startet durch – Kursziel 300 Euro

Die Aktie von Morphosys war am Mittwoch mit einem Plus von 11,8 Prozent auf 62 Euro der absolute Top-Gewinner im TecDAX. Das Papier beendete damit seine mehrtägige Talfahrt, das ihm am Dienstag im Xetra-Handel bei 55,45 Euro den tiefsten Stand seit Ende vergangenen Jahres eingebrockt hatte. Grund für den eindrucksvollen Rebound war eine äußerst optimistische Analysteneinstufung.

Daimler-Aktie stabilisiert sich

Nach dem starken Rücksetzer in den letzten Tagen hat sich die Aktie von Daimler wieder gefangen. Am Donnerstag bekommt die Aktie weitere Unterstützung. Denn, Mercedes peilt in diesem Jahr in China ein stärkeres Wachstum als die elf Prozent des vergangenen Jahres an. In seiner Aufholjagd auf dem größten Automarkt der Welt in China sollen 100 Händler in 40 weiteren Städten hinzukommen, wie China-Vorstand Hubertus Troska am Donnerstag der Nachrichtenagentur dpa in Peking sagte. "Das stimmt mich zuversichtlich." Auch die Elektromobilität biete große Chancen.

Commerzbank-Aktie: Das sind die entscheidenden Kursmarken

Die Commerzbank-Aktie hat am Mittwoch die Talfahrt stoppen und sich an die Spitze der DAX-Gewinner setzen können. Die Situation für das zweitgrößte deutsche Bankhaus hat sich damit aber kaum geändert. Anleger sollten in erster Linie zwei spezielle Chartmarken im Auge behalten.

Nordex-Aktie: Analyst rät zum Kauf

Die aktuelle Börsenphase ist nervenaufreibend. Die Aktie von Nordex springt hin und her, die schöne Aufwärtsbewegung zuletzt wurde auf einen Schlag vernichtet. Im Tief wurde das Papier des Herstellers von Windenergieanlagen sogar bis auf zehn Euro durchgereicht. Damit hat die Aktie genau auf der 200-Tage-Linie angehalten. Auf diesem Niveau konnte sich die Aktie glücklicherweise stabilisieren. Unterstützung bekam das Papier von Warburg Research. Analyst Christopher Rodler rät zum Kauf der Nordex-Aktie. Nach Gesprächen mit dem Hamburger Unternehmen erwartet Rodler einen starken Auftragseingang im ersten und zweiten Quartal.

(Mit Material von dpa-AFX)