Die anfängliche Euphorie über die angehobene Ergebnisprognose bei Siemens hat nicht bis zum Handelsschluss getragen. Zwar kletterten die Aktien des Münchner Technologie- und Industriekonzerns zwischenzeitlich kräftig, am Ende reichte es jedoch nicht, um SAP als wertvollstes DAX-Unternehmen dauerhaft zu überholen.
Gegen Mittag hatten die Siemens-Papiere um fast acht Prozent zugelegt und mit knapp 276 Euro ein Rekordhoch erreicht. Der Börsenwert stieg damit auf rund 219 Milliarden Euro. Bis zum Handelsschluss schmolz der Gewinn jedoch auf 0,3 Prozent zusammen, die Marktkapitalisierung sank auf 205,6 Milliarden Euro. Seit Jahresbeginn steht dennoch ein Plus von 7,5 Prozent zu Buche.
Wichtig: Traditionell zählt Siemens zu den Unternehmen, bei denen sich Anleger in Deutschland sehr früh im Jahr auf eine Dividende freuen können. Zahltag für Aktionäre ist hierzulande in der Regel nach der Hauptversammlung. Diese fand heute statt. Am Freitag, 13. Februar, wird die Aktie daher ex Dividende gehandelt.
Die SAP-Aktien verteuerten sich am Donnerstag um 0,4 Prozent auf 169,70 Euro. Damit kam die Walldorfer Softwareschmiede auf einen Börsenwert von 208,5 Milliarden Euro und lag wieder vor Siemens. In der vergangenen Woche war die SAP-Aktie unter die Räder gekommen, nachdem das Cloud-Wachstum und der Ausblick des Konzerns hinter hohen Erwartungen zurückgeblieben waren. Das reichte aus, um bestehende Zweifel am Geschäftsmodell weiter zu befeuern – insbesondere vor dem Hintergrund zunehmender Konkurrenz durch KI-basierte Softwarelösungen. Seit Jahresbeginn ergibt sich ein Minus von 18,6 Prozent, seit dem Rekordhoch vor einem Jahr sogar ein Rückgang von mehr als einem Drittel.
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Heute, 19:55