Die Continental-Aktie steht am späten Donnerstagnachmittag mit einem Plus von rund 3,5 Prozent auf den vorderen DAX-Rängen. Konkrete News rund um den Reifenhersteller gab es allerdings nicht. Ausschlaggebend für das Kursplus war vielmehr ein milliardenschwerer Aktienrückkauf, den Konkurrent Michelin im Rahmen seiner Zahlen für 2025 ankündigte.
Konkret hatten die Franzosen angekündigt, zwischen 2026 und 2028 Aktien im Wert von bis zu zwei Milliarden Euro zurückzukaufen und übertrafen die damit Erwartungen am Markt. Zwar hatte Michelin bei den wichtigsten Kennzahlen Rückgänge vermeldet, die Erwartungen allerdings übertroffen. Der Umsatz sank um 4,4 Prozent auf 26,0 Milliarden Euro. Der Konsens lag bei 25,8 Milliarden Euro. Der Nettogewinn fiel um zwölf Prozent auf 1,66 Milliarden Euro lag aber über den von Analysten erwarteten 1,62 Milliarden Euro.
Stabil blieb dagegen der Free Cash Flow, der mit 2,13 Milliarden Euro über den 2,1 Milliarden Euro des Vorjahrs lag und die Maßnahmen zur Kurspflege legitimiert. Zusätzlich zum Rückkauf soll die Dividende unverändert bei 1,38 Euro je Aktie bleiben. Für 2026 stellt Michelin einen bereinigten Free Cash Flow von mehr als 1,6 Milliarden Euro in Aussicht.
Starkes Zeichen für Contis Aufspaltungspläne
Für Continental sind die Nachrichten ein wichtiges Signal. Trotz rückläufiger Volumina und intensivem Wettbewerb erwirtschaften die großen Reifenhersteller weiter hohe Gewinne und Cashflows. Zudem gibt der Erfolg bei Michelin den Plänen des Conti-Managements recht. Der Konzern will sich auf das margenstarke Reifengeschäft fokussieren und nach der Abspaltung der Autotechnologie-Sparte Aumovio auch die Tochter ContiTech verkaufen. So sollen die Margen langfristig steigen.
Die Michelin-Zahlen zeigten zwar einen Rückgang, stellten aber dennoch unter Beweis, wie profitabel Reifenhersteller wirtschaften. DER AKTIONÄR sieht derzeit Continental als klaren Favoriten. Durch die Abspaltung von ContiTech wirkt Anlegern zudem eine üppige Sonderdividende.
Heute, 17:20