Mit einem Plus von knapp drei Prozent führt Siemens den DAX am Donnerstag an. Der Industriekonzern profitiert dabei vor allem von starken Zahlen des Schweizer Wettbewerbers ABB. Dieser hat in einem starken Schlussquartal die Profitabilität gesteigert und einen starken Auftragseingang verzeichnet. Die ABB-Aktie legt sogar zehn Prozent zu.
ABB setzt mittlerweile auf die drei Geschäftsbereiche Automation, Electrification und Motion und verzeichnete in allen drei Sparten prozentual zweistellige Zuwächse beim Auftragseingang auf vergleichbarer Basis im Q4. 41 Prozent Plus bei Automation, 33 Prozent bei Elektrifizierung und 13 Prozent bei Antriebstechnik sorgten für einen Anstieg um ein Drittel auf 10,3 Milliarden Dollar – Experten hatten lediglich 8,5 Milliarden erwartet.
Der vergleichbare Umsatz (bereinigt um den Verkauf der Robotics-Sparte) stieg derweil um neun Prozent auf 9,05 Milliarden Dollar. Die EBITA-Marge kletterte von 16,6 auf 17,6 Prozent. Für das laufende erste Quartal rechnen die Schweizer nun mit einem Umsatzwachstum von sieben bis zehn Prozent und einer steigenden Marge. Im Gesamtjahr sollen es sechs bis neun Prozent Wachstum beim Umsatz und eine leicht höhere Marge sein.
ABB will zudem die Dividende von 0,90 auf 0,94 Schweizer Franken erhöhen. Gleichzeitig werden die Aktienrückkäufe fortgesetzt. Nachdem erst diese Woche ein vor Jahresfrist gestartetes Programm mit einem Volumen von bis zu 1,5 Milliarden Dollar ausgelaufen war, bei dem tatsächlich für rund 1,3 Milliarden Dollar Aktien gekauft wurden, soll nun bis Ende Januar 2027 ein neuer Rückkauf über bis zu zwei Milliarden Dollar steigen.
ABB hat durch die Bank überzeugt. Die Aktie reagiert entsprechend mit einem Kurssprung und zieht den Wettbewerber Siemens wieder einmal im Sog mit nach oben. Bei beiden Rivalen zahlt sich der Konzernumbau zunehmend aus, die Aussichten bleiben jeweils unverändert gut.
Heute, 11:04