Knapp 10 Prozent ging es für die Siemens-Aktie in dieser Woche abwärts. Zuletzt waren es nur noch rund 6 Prozent. Neben der allgemeinen Erholungsbewegung dürfte dabei auch eine konkrete Nachricht zum DAX-Konzern eine Rolle gespielt haben. Siemens sichert sich gemeinsam mit Stadler aus der Schweiz einen der größten Bahnaufträge der vergangenen Jahre.
Für die S-Bahn Kopenhagen liefern die beiden Konzerne 226 neue Züge. Das Volumen beträgt rund 3 Milliarden Euro. Zusätzlich gibt es eine Option auf bis zu 100 weitere Fahrzeuge.
Siemens tritt als Konsortialführer auf und übernimmt die komplette elektrische Ausrüstung der Züge: Antriebs- und Bremstechnik, Bordstromversorgung, Zugsteuerung sowie Fahrgastinformationssysteme. Besonders lukrativ: Der Konzern ist auch für Wartung und Service über 30 Jahre verantwortlich. Das bedeutet wiederkehrende Erlöse.
Die Züge sollen ab 2032 ausgeliefert werden, der letzte Fahrzeugabruf ist für 2040 vorgesehen. Laut Siemens entsteht damit das weltweit größte offene Bahnsystem mit automatisiertem Zugbetrieb.
Positiver Impuls für die Aktie
Der gemeldete Auftrag passt zur Kurserholung. Die Aktie hatte erst kürzlich ein Rekordhoch erreicht, geriet zuletzt jedoch im Zuge der Tech-Korrektur unter Druck. Das Mobility-Geschäft wirkt nun als Stabilitätsanker – genau jene Sparte, die Analysten auch für den anstehenden Zahlenauftakt als Wachstumstreiber sehen.
Blick nach vorn
Am kommenden Donnerstag legt Siemens Zahlen für das erste Quartal vor. Erwartet wird ein solider Start ins Geschäftsjahr, getragen von Mobility, Smart Infrastructure und dem Digitalgeschäft. Währungsseitig bleibt Gegenwind, operativ rechnen Analysten jedoch mit Zuwächsen.
Gute Nachricht von Siemens – die zudem zeigt, wie breit der Konzern aufgestellt ist. Die Entwicklung heute unterstreicht, warum DER AKTIONÄR an seiner Empfehlung festhält, die nach weniger als einem Jahr bereits mehr als 40 Prozent im Plus liegt. Starkes Signal von der Charttechnik: Die Aktie dreht heute genau an der 50-Tage-Linie wieder nach oben.
Heute, 18:01