Tesla hat soeben seine Auslieferungszahlen für das erste Quartal vorgelegt. Die Erwartungen der Analysten wurden dabei deutlich verfehlt. Besonders kritisch: Während die Produktion hochgefahren wurde, stapeln sich die Autos auf den Höfen. Die Aktie reagiert prompt mit Kursverlusten im vorbörslichen US-Handel.
Tesla-Chef Elon Musk steht vor einem schwierigen Jahr. Wie das Unternehmen am Nachmittag bekannt gab, wurden im ersten Quartal lediglich 358.023 Fahrzeuge ausgeliefert. Damit blieb Tesla deutlich hinter dem Marktkonsens von rund 372.000 Einheiten zurück.
Besonders das Brot-und-Butter-Geschäft enttäuschte: Bei den Modellen 3 und Y standen 342.000 Auslieferungen einem erwarteten Wert von 354.000 gegenüber. Besorgniserregend ist die Diskrepanz zur Produktion: Tesla fertigte im gleichen Zeitraum 394.000 Einheiten des Model 3/Y. Das bedeutet, dass über 50.000 Fahrzeuge produziert, aber nicht verkauft wurden – ein deutliches Zeichen für eine nachlassende Nachfrage oder logistische Probleme.
Dabei waren die Vorzeichen für ein prozentuales Wachstum im Jahresvergleich (YoY) denkbar günstig. Das erste Quartal 2025 war aufgrund der Umstellung auf das „Juniper“-Update des Model Y eines der schwächsten in der jüngeren Firmengeschichte (336.681 Auslieferungen). Dass Tesla trotz dieser niedrigen Vergleichsbasis die Analystenschätzungen verfehlt, unterstreicht die aktuelle Wachstumsschwäche. Während die Wall Street noch auf rund 372.000 Fahrzeuge gehofft hatte, waren die Prognosemärkte wie Polymarket und auch der Konsens der Sellside-Analysten bereits im Vorfeld skeptischer – und behielten recht.
Abwärtstrend setzt sich fort
Ein Blick auf das große Ganze ist ernüchternd: Tesla befindet sich im zweiten Jahr eines Abwärtstrends bei den jährlichen Absatzzahlen. Vom Rekordhoch bei 1,81 Millionen Fahrzeugen (2023) fiel der Absatz über 1,79 Millionen (2024) auf nunmehr 1,64 Millionen im Jahr 2025. Für das Gesamtjahr 2026 rechnen Experten derzeit mit 1,69 Millionen Einheiten – damit würde Tesla weiterhin deutlich unter dem Niveau von vor drei Jahren bleiben.
Die schwachen Auslieferungszahlen verstärken den Abgabedruck: Im vorbörslichen US-Handel notiert die Aktie rund 4,5 Prozent schwächer. Ein Neueinstieg drängt sich weiterhin nicht auf.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Tesla.
Heute, 15:27