Im zweiten Quartal 2025 ist Berkshire Hathaway überraschend beim größten US-Krankenversicherer UnitedHealth eingestiegen. Anleger feierten die Beteiligung der weltweit bekannten Investmentgesellschaft mit einem Kursfeuerwerk. Nun wurde bekannt, dass Berkshire Hathaway bereits wieder die Reißleine gezogen hat.
Wie aus am Freitag veröffentlichten 13-F-Filings der Gesellschaft hervor ging, trennte sich Berkshire Hathaway bereits im ersten Quartal wieder komplett von den Anteilen des US-Krankenversicherers. Die ehemalige Beteiligung zählte allerdings nicht zu den Top-Holdings von Berkshire Hathaway.
Damit hat die einst von Warren Buffett geführte Investmentgesellschaft die Rally der vergangenen Wochen verpasst. Anleger werten den Ausstieg als negatives Zeichen: Im frühen Handel verliert der Titel zum Wochenstart knapp fünf Prozent.
Licht am Ende des Tunnels?
UnitedHealth ist im Jahr 2025 massiv unter Druck geraten. Massive Gewinnwarnungen haben die Aktie historisch einbrechen lassen. Zudem gab es Wechsel im Management und immer wieder Betrugsvorwürfe rund um den größten US-Krankenversicherer. Mit Sparmaßnahmen respektive einer strikteren Kostendisziplin will das Unternehmen wieder die Kurve kriegen.
Der Anfang ist gemacht: Das erste Quartal lag sowohl beim Umsatz als auch Ergebnis je Aktie über den Erwartungen der Analysten beziehungsweise des Marktes (DER AKTIONÄR berichtete). 18,25 Dollar will UnitedHealth nun in diesem Jahr verdienen. Zum Vergleich: Im Jahr 2024, also vor der Masse an negativen Nachrichten, auf bereinigter Basis noch 27,66 Dollar je Anteil.
Berkshire Hathaway hat das Engagement bei UnitedHealth relativ zügig beendet. Kein Wunder, der US-amerikanische Krankenversicherer kämpft weiterhin mit Problemen. Das erste Quartal sendete zwar erste positive Signale der Besserung. Anleger sollten allerdings weiter Vorsicht walten lassen und an der Seitenlinie verharren.
Heute, 08:24