Der enttäuschende Ausblick, den UnitedHealth dem Kapitalmarkt vor Kurzem an die Hand gegeben hat, und maue Aussichten für 2027 hinterlassen weitere Spuren im Aktienkurs des größten US-Krankenversicherers. Am Mittwoch gehörte der Titel zu den schwächsten Werten im Dow Jones und sackte weitere drei Prozent ab. Dadurch wurde das Verlaufstief nach der Zahlenvorlage unterschritten.
Das Jahrestief liegt nun bei 274,05 Dollar. Zur Einordnung: Vor den Zahlen zum vierten Quartal und der Guidance für 2025 waren Anleger noch bereit, gut 350 Dollar pro UnitedHealth-Papier auf den Tisch zu legen. Nun gilt es, die Tiefs aus dem Sommer vergangenen Jahres zu verteidigen. Alles in allem ist die Aktie des Krankenversicherers aus charttechnischer Sicht erneut massiv angeschlagen.
Analystin Jessica Tassan von Piper Sandler bleibt trotz des schwachen Charts und Ausblicks im Lager der Bullen. Die Einstufung lautet weiterhin "Overweight" mit einem Kursziel von 390 Dollar. Tassan senkte ihr Kursziel jüngst von zuvor 417 Dollar auf die Nachricht, dass die Centers for Medicare and Medicaid Services (CMS) angedeutet haben, die Erstattungssätze für Krankenversicherungen im Rahmen von Medicare Advantage im Jahr 2027 nicht wesentlich zu erhöhen.
Darüber hinaus erwartet UnitedHealth erstmals seit mehr als drei Dekaden wieder einen Umsatzrückgang. Ergebnisseitig sollen mindestens 17,75 Dollar je Aktie verdient werden. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt damit immer noch bei knapp 16.
Das Marktumfeld für UnitedHealth bleibt zweifelsohne schwierig. Der jüngste Chartverlauf spricht Bände. Anleger sollten weiterhin nicht ins fallende Messer beim größten US-Krankenversicherer greifen und klare Trendwendesignale abwarten. Angesichts der mauen Aussichten für 2026 und 2027 dürfte eine nachhaltige Erholung noch auf sich warten lassen.
Heute, 07:33