Kurseinbruch bei Arm Holdings: Die Aktie des Chipdesigners verlor am Mittwoch nach Börsenschluss rund acht Prozent. Das Unternehmen verfehlte bei den Lizenzeinnahmen im vierten Quartal die Erwartungen. Zusätzlich belastete ein schwacher Ausblick von Qualcomm den gesamten Chipsektor.
Arm steigerte die Lizenzerlöse im dritten Geschäftsquartal um 25 Prozent auf 505 Millionen Dollar. Analysten hatten jedoch mit rund 520 Millionen Dollar gerechnet.
Trotz der verfehlten Erwartungen bei den Lizenzeinnahmen erzielte Arm einen Rekordumsatz von 1,24 Milliarden Dollar, was einem Anstieg von 26 Prozent entspricht. Die starke Nachfrage nach KI-Anwendungen trieb das Wachstum, im Jahresvergleich verlangsamte sich das Wachstum jedoch.
Das operative Ergebnis wuchs um sechs Prozent auf 185 Millionen Dollar. Das Ergebnis je Aktie fiel von 0,24 auf 0,21 Dollar.
Unsicherheitsfaktor: Smartphones
Arms Chipdesigns stecken nach wie vor in den meisten Smartphones weltweit. Rund die Hälfte der Umsätze erzielt Arm weiterhin mit Mobilgeräten. Gleichzeitig finden die Chips immer häufiger ihren Weg in KI-Rechenzentren und Edge-Computing-Geräte. Der Vorstoß in diese neuen Bereiche kommt voran, doch das Geschäft hängt weiterhin stark an Lizenzgebühren aus der Konsumelektronik.
Kurzfristig bleibt der Smartphone-Markt ein Unsicherheitsfaktor. Sollten chinesische Hersteller wegen anhaltender Speicherengpässe ihre Produktion drosseln, könnte sich das negativ auf Arms Geschäft auswirken.
Chipbranche leidet
Die gesamte Branche steht unter Druck. Sowohl Arm als auch Qualcomm rechnen damit, dass Smartphone-Hersteller ihre Stückzahlen zurückfahren müssen, weil Lieferprobleme weiter anhalten. Das würde auch große Kunden wie Apple und Samsung treffen.
Bei Arm Holdings ist die Luft raus. Die Aktie ist keine laufende Empfehlung des AKTIONÄR. Dagegen hat sich die Intel-Aktie in den vergangenen Monaten extrem stark entwickelt. Anleger liegen seit Empfehlung in Ausgabe 40/24 gute 100 Prozent im Plus.
Heute, 09:25