Das sieht nicht gut aus: Die Anteilscheine des Wechselrichter-Herstellers SMA Solar knicken heute zwischenzeitlich um mehr als zehn Prozent ein. Grund hierfür waren die heutigen Zahlen, die den Markt nicht überzeugt haben. Jefferies-Analyst Constantin Hesse sprach von einem insgesamt eher durchwachsenen Quartal im Vergleich zu den Erwartungen der Experten.
So habe das operative Ergebnis die Schätzung verfehlt. Die Aufträge seien hingegen überraschend hoch. Hinzu komme der verbesserte Ausblick für das Gesamtjahr. Zudem hat sich die SMA-Aktie im laufenden Jahr um mehr als 50 Prozent verteuert, da Investoren stark auf eine Geschäftsbelebung setzen. Daher überraschten aktuell Gewinnmitnahmen durch manch einen Anleger nicht, sagte ein Händler.
Signale einer Trendwende bei der Nachfrage nach Photovoltaik-Anlagen stimmen den Hersteller von Wechselrichtern immerhin zuversichtlicher für 2026. "Nach einem verhaltenen Jahresauftakt bei den Zubauraten für Heim- und Gewerbeanlagen ist seit März eine Stabilisierung der Nachfrage erkennbar. Wir werten dies derzeit als erste Anzeichen einer Trendwende", sagte Unternehmenschef Jürgen Reinert am Mittwoch zur Vorstellung der Zahlen des ersten Quartals.
Den Umsatz sowie den Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sieht Reinert 2026 nun jeweils im oberen Drittel der prognostizierten Bandbreiten von 1,475 bis 1,675 Milliarden Euro beziehungsweise 50 bis 180 Millionen Euro. Dabei würden auch potenzielle Rückerstattungen im Zusammenhang mit den vom obersten US-Gericht als rechtswidrig eingestuften US-Zöllen berücksichtigt.
In den ersten drei Monaten des Jahres stieg der Konzernumsatz im Jahresvergleich um vier Prozent auf 340,9 Millionen Euro. Der operative Gewinn (Ebitda) legte um rund sechs Prozent auf 26,1 Millionen Euro zu. Unter dem Strich stand wegen latenter Steueraufwendungen ein Verlust von 1,6 Millionen Euro.
Der kräftige Kursrückgang im heutigen Handel ist natürlich ärgerlich, aber gerade angesichts des deutlichen Kursanstiegs in den vorangegangenen Monaten auch kein Beinbruch. Zumal die Zahlen auch nicht dramatisch schlecht waren. So kann sich etwa der Auftragseingang durchaus sehen lassen. Mehr zur Aktie von SMA Solar lesen Sie hier.
Hinweis auf Interessenkonflikte:
Aktien der SMA Solar befinden sich in einem Real-Depot der Börsenmedien AG.
Enthält Material von dpa-AFX
Heute, 16:36