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Rekord‑Output: Chevron übertrifft Erwartungen der Wall Street

Rekord‑Output: Chevron übertrifft Erwartungen der Wall Street
Foto: Sundry Photography - stock.adobe.com
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Philipp Schleu Heute, 14:04 Philipp Schleu

Trotz sinkender Ölpreise übertraf Chevron im vierten Quartal die Erwartungen der Wall Street. Während die Rohölpreise im vergangenen Jahr den stärksten Rückgang seit 2020 verzeichneten, glich Chevron die schmaleren Margen durch operative Bestwerte aus. Die Aktie reagierte im vorbörslichen Handel dennoch mit einem leichten Minus von knapp einem Prozent.

Chevron wies einen bereinigten Gewinn je Aktie von 1,52 Dollar aus. Analysten hatten im Vorfeld lediglich mit 1,45 Dollar gerechnet. Der Umsatz belief sich auf 46,87 Milliarden Dollar, was zwar knapp hinter den Erwartungen von 47,1 Milliarden Dollar zurückblieb, aber angesichts des Marktumfelds die Widerstandsfähigkeit des Geschäftsmodells belegt. Im Vergleich zum Vorjahresquartal sank der Umsatz um rund zehn Prozent, als noch 52,23 Milliarden Dollar in den Büchern standen.

Der Grund für den Gewinnrückgang liegt primär in der Preisdynamik. Der Nettogewinn sank auf 2,77 Milliarden Dollar, nachdem im Vorjahreszeitraum noch 3,24 Milliarden Dollar erzielt wurden. Dennoch zeigt sich die Führungsebene großzügig gegenüber den Anteilseignern. Entsprechend der Strategie, die Aktionäre bei Laune zu halten, erhöht Chevron die Quartalsdividende um vier Prozent auf 1,78 Dollar je Aktie.

Wachstumsmotor Südamerika

Ein zentraler Pfeiler der künftigen Strategie ist Venezuela. Nach der US-Intervention und dem Machtwechsel in dem südamerikanischen Land steht Chevron in den Startlöchern, um seine Präsenz massiv auszubauen. Als derzeit einziger US-Ölkonzern mit einer Sonderlizenz des US-Finanzministeriums verfügt Chevron über einen strategischen Vorteil. Das Unternehmen kündigte an, die Produktion in Venezuela innerhalb der nächsten 18 bis 24 Monate um 50 Prozent steigern zu können.

Während Wettbewerber wie ExxonMobil aufgrund historischer Erfahrungen mit Verstaatlichungen zögern, setzt Chevron-Chef Mike Wirth auf Kontinuität. Er betonte, das Unternehmen sei bereit, die regionale Energiesicherheit zu stärken. Diese exklusive Positionierung könnte Chevron in den kommenden Jahren einen entscheidenden Wachstumsvorsprung gegenüber der Konkurrenz verschaffen.

Chevron Corporation (WKN: 852552)

Förderrekorde im Heimatmarkt

Auch abseits der politischen Sondersituation liefert Chevron beeindruckende operative Daten. Im vierten Quartal pumpte der Konzern täglich 4,05 Millionen Barrel Öl aus dem Boden. Das entspricht einer Steigerung von rund 21 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Besonders stark präsentierte sich das US-Geschäft, wo die Produktion um 16 Prozent auf ein neues Rekordniveau kletterte. Weltweit steigerte der Konzern seinen Ausstoß im Jahr 2025 um insgesamt 12 Prozent.

Trotz der Rekordmengen hinterlassen die niedrigeren Preise Spuren in den Spartenergebnissen. Das US-Fördergeschäft verbuchte einen Gewinn von 1,26 Milliarden US-Dollar, ein Rückgang von elf Prozent. Im internationalen Geschäft fiel das Plus mit 1,78 Milliarden US-Dollar sogar um 38 Prozent niedriger aus als im Vorjahr. Chevron nutzt jedoch die aktuelle Cashflow-Stärke, um die Produktion weiter zu skalieren und sich gegen künftige Preisschwankungen abzusichern.

Chevron liefert ein solides Quartalsergebnis ab und punktet vor allem durch operative Exzellenz. Investierte Anleger bleiben weiter an Bord.

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