Immer wieder müssen sich Online-Apotheken mit politischem Gegenwind auseinandersetzen. Auch die derzeit geplante Apothekenreform, die die Bundesregierung aus CDU/CSU und SPD vorantreiben will, lässt wenig Gutes erahnen. Laut einem Handelsblatt-Bericht müssen sich Redcare Pharmacy, DocMorris und Co wohl auf höhere Kosten einstellen.
Demnach sollen die Vorschriften für den Versandhandel von Medikamenten verschärft werden. Der Entwurf der neuen Apothekenbetriebsordnung sehe als Teil der Reform umfangreiche Vertrags- und Dokumentationspflichten und auch eine durchgehende Temperaturkontrolle für den Versand und Transport zahlreicher Medikamente vor, so das Handelsblatt am Donnerstag.
„Die geplante Neuregelung bedeutet mehr Pflichten, bietet aber keinen Mehrwert. Es wird nicht mehr Sicherheit für den Arzneimittelversand geschaffen, dafür aber viel mehr Bürokratie“, wird Heinrich Meyer, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbands Deutscher Versandapotheken (BVDVA) und geschäftsführender Gesellschafter der Sanicare-Versandapotheke aus Bad Laer, vom Blatt zitiert. Er gehe gemnach „davon aus, dass die Kosten für den Medikamentenversand erheblich steigen werden“.
Immer wieder bekommen Online-Apotheken Knüppel von der Politik zwischen die Beine geworfen. In den zurückliegenden Jahren wurde unter anderem des Öfteren ein Versandhandelsverbot für verschreibungspflichtige Medikamente diskutiert und entsprechend gerichtlich eingeordnet. Dazu kam es jedoch nicht.
Angst vor zunehmenden Konkurrenz durch Drogerien, höhere bürokratische Hürden: Die Sorgen, dass die Profitabilität bei Redcare Pharmacy zunehmend in Mitleidenschaft gezogen werden könnte, sind zuletzt gestiegen. Anleger sollten vor einem Einstieg klare positive Signale vonseiten der Charttechnik abwarten. Derzeit versucht sich der MDAX-Wert im Bereich um 60 Euro an einer Bodenbildung.
Heute, 09:05