In einem Umfeld leicht sinkender Ölpreise drehen Finanzwerte heute an der Börse auf. Die Branche gehört zu den schwächsten im laufenden Jahr, auch wenn die fundamentalen Daten bis zuletzt positiv waren. Übermäßig profitieren kann die Commerzbank, das geplante Übernahmeangebot der UniCredit wirft seine Schatten voraus.
Die UniCredit hat überraschend am Montag bekannt gegeben, dass im Mai ein freiwilliges Übernahmeangebot für Commerzbank-Anteile geplant ist. Dieses dürfte Anfang des Monats starten, denn CEO Andrea Orcel braucht eine Kapitalerhöhung, um mit neuen UniCredit-Aktien einen Tausch anzubieten.
Für eine Commerzbank-Aktie würden Anteilseigner dann 0,485 Papiere der UniCredit erhalten. Das impliziert einen Kurs von 30,80 Euro. Der ist freilich seit Bekanntwerden der Offerte deutlich überschritten worden. Die wieder erwachte Übernahmefantasie hat der im Zuge des Iran-Krieges arg gebeutelten Commerzbank-Aktie deutlich Beine gemacht.
Seit Montag hat das Papier mehr als zehn Prozent zugelegt. Im heutigen Intradayhandel steht der Kurs nun sogar wieder kurz unter der 50-Tage-Linie bei 33,91 Euro. Gelingt der Sprung darüber, wäre das ein frisches Kaufsignal.
Für das Commerzbank-Management wird die Luft nun indes langsam dünn. Weiterhin jeglichen Dialog abzublocken dürfte nicht mehr lange durchzuhalten sein. Aktionäre der Commerzbank freuen sich aber über die starke Erholung der Papiere. Was die geplante Offerte der UniCredit für bereits investierte Anleger bedeutet, lesen Sie im neuen AKTIONÄR. Ab 19:00 Uhr hier als ePaper oder freitags am Kiosk.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Commerzbank.
Heute, 10:59