7 Aktien – 7 Top-Chancen auf eine Gegenbewegung
Foto: Börsenmedien AG, Bayer
19.03.2020 Michel Doepke

Bayer-Aktie stemmt sich gegen den Markt: Neue Hoffnung im Kampf gegen das Coronavirus?

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Bayer

Das Tübinger Institut für Tropenmedizin will das Medikament Chloroquin im Kampf gegen Corona-Erkrankungen testen. Wie Institutsdirektor Peter Kremsner am Mittwoch mitteilte, soll in der kommenden Woche mit einer Studie an Menschen begonnen werden. Das Malariamittel stammt von Bayer. Im vorbörslichen Handel präsentiert sich die Aktie im Vergleich zum Gesamtmarkt sehr robust.

Malariamittel gegen das neuartige Coronavirus?

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Mittwoch), beim Chemiekonzern Bayer seien für die Bundesrepublik Deutschland bereits "größere Mengen" reserviert worden. "Gleichzeitig begleiten unsere Behörden alle Studien dazu mit Hochdruck. Wir wollen schnell wissen, ob dieses Medikament bei Corona hilft.

Laut Kremsner ist Chloroquin schon sehr lange als Mittel gegen Malaria auf dem Markt. Es wirke aber auch gegen viele Viren - auch gegen Sars-CoV-2, wie zumindest Versuche im Reagenzglas zeigten. In China und Italien sind Kremsner zufolge sehr viele Covid-19-Patienten mit Chloroquin behandelt worden. Unklar sei aber, ob mit Erfolg, da die Erkrankten Chloroquin teils in sehr hoher Dosierung und gemeinsam mit vielen weiteren Medikamenten bekommen hätten. "Es kann auch sein, dass es nicht wirkt oder sogar schadet", sagte Kremsner. Zuvor hatte der SWR berichtet.

Die Tübinger Tropenmediziner wollen mit Chloroquin eine moderat an Covid-19 erkrankte Testgruppe behandeln und einer Kontrollgruppe Placebos verabreichen. Der Antrag für die Studie sollte am Mittwoch bei der Tübinger Ethikkommission eingereicht werden

Chloroquin-Comeback?

Apotheke adhoc berichtete bereits Ende Februar über das Malariamittel im Zusammenhang mit dem neuartigen Coronavirus. Chloroquin habe sich in einer chinesischen klinischen Studie als wirksam gegen SARS-CoV-2 gezeigt, hieß es. Der Arzneistoff Chloroquin wurde laut dem Bericht über 60 Jahre lang von Bayer unter dem Namen Resochin vertrieben – im November letzten Jahres habe der Konzern den Vertrieb aller Resochin-Produkte eingestellt.

Bayer (WKN: BAY001)

Die Bayer-Aktie scheint sich im schwachen Marktumfeld zwischen 45,00 Euro und 50,00 Euro zu stabilisieren. Die Newslage zu Chloroquin als potenzielle Behandlungsmöglichkeit im Kampf gegen das neuartige Coronavirus dürfte die Börse positiv aufnehmen. Kurzfristige Impulse sind dadurch möglich.

(Mit Material von dpa-AFX)

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