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02.08.2016 Werner Sperber

Euro am Sonntag: Facebook begeistert; jetzt kaufen und Rekordkurse genießen

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DAX
Trendthema

Die Euro am Sonntag ist von den Zahlen von Facebook für das zweite Quartal des laufenden Jahres begeistert. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 59 Prozent auf 6,4 Milliarden Dollar und der Gewinn um 186 Prozent auf 2,1 Milliarden Dollar. Das Unternehmen bekommt also die Kosten in den Griff und übertraf selbst die zuversichtlichsten Schätzungen von Analysten zum dreizehnten Mal in Folge und diesmal besonders deutlich. Selbst eine drohende Steuernachzahlung von bis zu fünf Milliarden Dollar ließ die Anleger locker bleiben und den Aktienkurs auf ein Rekordhoch steigen.

Trotz aller Unkenrufe, Facebook werde von Jugendlichen immer seltener benutzt, ist das Netzwerk aus der digitalen Welt nicht mehr wegzudenken. Zudem bietet das Unternehmen inzwischen mehr: Die besonders bei jungen Leuten beliebte Foto-Plattform Instagramm wird bereits von mehr als 500 Millionen Menschen benutzt und bei den Kurznachrichtendiensten Facebook Messenger und Whatsapp bereits von mehr als eine Milliarde. Zwar kann Facebook nun wohl bald nicht noch mehr Werbeanzeigen an die Nutzer weitergeben, ohne sie zu vergraulen. Doch dafür kann das Unternehmen die regionalen Märkte noch besser erschließen, schließlich stammen rund die Hälfte der Erlöse nur aus den USA. Um das dafür notwendige Internet auch wirklich an jeden ort der Welt zu bringen, startete Facebook vor wenigen Tagen den Jungfernflug der Internet-Drohne Aquila, die solargetrieben monatelang in der Luft bleiben kann.

Die Euro am Sonntag erklärt, nachdem die mit einem KBV von 7,6 und einem KGV von 27 für das nächste Jahr bewertete Aktie ein Rekordhoch erreicht hat, ist der Weg nach oben frei. Das Kursziel beträgt 130 Euro und der Stop-Loss sollte bei 89,50 Euro gesetzt werden.

Buchtipp: Die Facebook-Gefahr

Facebook ist in die Kritik geraten. Bots, Trolle und Fake News sind Synonyme für die Pro­bleme des Konzerns. Spätestens seit Brexit und Trump sehen Nutzer die Reichweite und die Algorithmen mit Argwohn. Einer von Ihnen: Roger McNamee. Einst stolz darauf, zu den ersten Facebook-Investoren zu gehören, ist der Kapitalgeber und Tech-Experte nun zum scharfen Kritiker geworden. In seinem Buch rechnet er mit Mark Zuckerberg und Sheryl Sandberg ab. Ihre Reaktion auf den Missbrauch des sozialen Netzwerks ist seiner Ansicht nach völlig unzureichend und geht am Kern des Problems vorbei: der Bedrohung unserer demokratischen Grundordnung. „Die Facebook-Gefahr“ ist ein nicht zu überhörender Weckruf – für das Silicon Valley, für die Politik, für uns alle.

Autoren: McNamee, Roger
Seitenanzahl: 400
Erscheinungstermin: 21.11.2019
Format: Hardcover
ISBN: 978-3-86470-662-2