Hermès setzt erneut ein Ausrufezeichen: Der französische Luxusriese hat im vierten Quartal die Erwartungen der Analysten übertroffen. Vor allem das Geschäft mit Lederwaren sowie die starke Nachfrage in Amerika trieben das Wachstum an. Nicht nur die Hermès-Aktie legt deutlich zu, auch LVMH und Kering ziehen am Donnerstag an.
Im Schlussquartal setzte Hermès 4,09 Milliarden Euro um, was einem Plus von 3,2 Prozent entspricht und leicht über den erwarteten 4,06 Milliarden Euro liegt. Währungsbereinigt stand ein Plus von 9,8 Prozent zu Buche.
Wachstumstreiber war vor allem das Lederwarengeschäft mit einem Umsatzplus von knapp 15 Prozent. Auch die Sparte Seide und Textilien sowie Ready-to-Wear und Accessoires entwickelten sich stärker als prognostiziert. Die Uhrensparte wuchs um drei Prozent und schnitt deutlich besser ab als erwartet. Belastend wirkte hingegen das Parfüm- und Beautygeschäft, in dem die Erlöse um fast 15 Prozent zurückgingen.
Umsatz nach Regionen
Regional wuchs Hermès besonders in Amerika mit einem Plus von zwölf Prozent. In Asien-Pazifik stiegen die Umsätze um acht Prozent, in Japan um elf Prozent. Europa ohne Frankreich legte um knapp zehn Prozent zu, während Frankreich mit rund acht Prozent leicht hinter den Erwartungen zurückblieb.
So lief das Gesamtjahr
Auf Jahressicht erzielte Hermès 2025 einen Umsatz von 16,00 Milliarden Euro, was einem Anstieg von 5,5 Prozent entspricht und nahezu exakt im Rahmen der Erwartungen liegt. Das operative Ergebnis kletterte um 6,8 Prozent auf 6,57 Milliarden Euro und übertraf damit die Prognose von 6,36 Milliarden Euro. Die operative Marge verbesserte sich auf 41 Prozent nach 40,5 Prozent im Vorjahr. Unter dem Strich verdiente Hermès mit 4,52 Milliarden Euro knapp zwei Prozent weniger als im Vorjahr.
Trotz wirtschaftliche und geopolitischer Unsicherheiten bekräftigte der Konzern seine mittelfristigen Ziele. Wie Hermès jedoch mitteilte, seien die Preise im neuen Jahr bisher im Schnitt um fünf bis sechs Prozent erhöht worden.
Hermès hat seine Widerstandsfähigkeit in wirtschaftlich unsicheren Zeiten erneut bewiesen. Die Zahlen kommen am Markt gut an. Für den AKTIONÄR bleibt Hermès mit seiner Preissetzungsmacht der Top-Pick im Luxussektor.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Hermès, LVMH, Kering.
Die Autorin hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: LVMH.
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Heute, 09:09