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Commerzbank nach Zahlen: Jetzt wird es in mehrfacher Sicht gefährlich

Commerzbank nach Zahlen: Jetzt wird es in mehrfacher Sicht gefährlich
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Commerzbank AG -%
Fabian Strebin 12.02.2026, 08:15 Fabian Strebin

Am Ende konnte sich die Commerzbank-Aktie gestern mit einem Minus von rund zwei Prozent aus dem Handel retten. Nach der Zahlenvorlage waren es zwischenzeitlich über fünf Prozent Verlust gewesen. Die bisher verfolgte Strategie des Vorstandes, bei der Zahlenpräsentation tief zu stapeln, ging dieses Mal nicht auf. Auch könnte es demnächst zum Showdown mit der UniCredit kommen.

Auf den ersten Blick hat der Vorstand 2025 erneut geliefert. Denn der Nettogewinn übertraf die Prognose von 2,5 Milliarden Euro, beim Kosten-Ertrags-Verhältnis gab es eine Punktlandung auf 57 Prozent. Auch der Zuwachs bei den Provisionseinnahmen traf mit sieben Prozent genau die eigene Guidance.

Doch die Prognose für 2026 fiel am Markt durch. Und das, obwohl der Vorstand seit Jahren lieber weniger verspricht und dann mehr liefert. Im laufenden Jahr soll nun mehr als die ursprünglich in Aussicht gestellten 3,2 Milliarden Euro Überschuss geliefert werden. Wie viel mehr, sagt der Vorstand aber nicht. Der Analystenkonsens liegt längst bei 3,4 Milliarden Euro.

Völlig unter ging bei Anlegern unterdessen die kräftige Erhöhung der Dividende: Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung im Mai vor, die Ausschüttung je Aktie auf 1,10 Euro zu erhöhen. Erwartet worden war nur ein Euro. Für 2024 wurden 0,65 Euro gezahlt, womit sich die Erhöhung auf rund 70 Prozent beläuft. Auf dem aktuellen Kursniveau würde das einer Dividendenrendite von 3,2 Prozent entsprechen.

Zunehmend spannend wird es nun in der Causa UniCredit. Theoretisch dürfen die Italiener ab Mitte Februar eine Übernahme der Commerzbank auch mit eigenen Aktien und nicht nur Barmitteln stemmen. Das hat regulatorische Gründe, aber bei einer Fusion in dieser Größenordnung würde der Großteil des Kaufpreises in eigenen Anteilen beglichen werden.

Commerzbank (WKN: CBK100)

Eigentlich dürfte sich eine Übernahme auf dem aktuellen Niveau für die UniCredit weiterhin nicht rechnen. Damit bleibt es wohl bei der aktuellen Situation, in der sich die beiden Finanzinstitute gegenseitig belauern.

Die Aktie hat gestern die 50-Tage-Linie bei 34,97 Euro unterschritten und zeigt seit Jahresanfang damit weiterhin keine klare Richtung. Der Markt verlangt zunehmend immer mehr, obwohl der Vorstand ordentlich abliefert. Die Aktie bleibt eine Halteposition.

Hinweis auf Interessenkonflikte:

Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Commerzbank.

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