13.11.2013 Michael Herrmann

E.on: Das bedeuten die Zahlen

-%
DAX
Trendthema

Einen Tag vor Konkurrent RWE hat heute Deutschlands größter Energieversorger E.on seine Zahlen für das dritte Quartal veröffentlicht. DER AKTIONÄR zeigt, wie sich der Konzern von Juli bis September 2013 geschlagen hat.

Nachdem gestern mit Henkel, Infineon, Lanxess und der Deutschen Post vier DAX-Konzerne ihre Zahlen veröffentlicht haben, geht es heute Morgen mit E.on weiter. Deutschlands größter Energieversorger hat bekanntgegeben, dass er im dritten Quartal einen Umsatz von 25,1 Milliarden Euro erzielte. Damit hat der Energieriese die Erwartungen verfehlt. Analysten hatten im Schnitt mit einem Quartalsumsatz von 25,8 Milliarden Euro gerechnet.

75 Ausgaben DER AKTIONÄR. 75 Euro Ersparnis. 100 Prozent Performance.
Entscheiden Sie sich noch heute, Leser des AKTIONÄR zu werden, Deutschlands großem Börsenmagazin. Und profitieren Sie dabei von unserem einmalig günstigen Jubiläums-Angebot anlässlich des Erscheinens der 750. Ausgabe. Lesen Sie jetzt den AKTIONÄR 75 Wochen lang mit einer Ersparnis in Höhe von 75 Euro. Und sichern Sie sich mit dieser Entscheidung die Chance auf Top-Renditen. Top-Renditen, wie sie etwa das Aktien-Musterdepot abwirft: Seit seiner Auflage im Jahr 2002 weist es einen Wertzuwachs in Höhe von 1.520 Prozent aus.

Deutlicher Ergebnisrückgang…

Das operative Ergebnis lag zwischen Juli und September bei einem Plus von 4,44 Milliarden Euro. Experten hatten dagegen eine EBIT von 4,48 Milliarden Euro erwartet. Beim EBITDA erzielte E.on ein Plus von 7,12 Milliarden Euro und traf damit in etwa die Prognosen. Im Vorjahr waren es noch 8,82 Milliarden Euro. Der nachhaltige Überschuss sank von 4,04 auf 1,91 Milliarden Euro. Prognostiziert waren aber sogar nur 1,89 Milliarden Euro.

… auch wegen Gazprom

Die deutlichen Ergebnisrückgänge sind nur teilweise auf die Schwierigkeiten auf den europäischen Strommärkten zurückzuführen. Im Vorjahr hatte E.on noch eine Einmalzahlung des Gaslieferanten Gazprom in Höhe von rund einer Milliarde Euro erhalten, die nun naturgemäß nicht mehr anfiel.

Ausblick konkretisiert

Den Ausblick für das Gesamtjahr hat E.on konkretisiert: Für 2013 erwartet der Versorger nun ein EBITDA zwischen 9,2 und 9,3 Milliarden Euro und einen nachhaltigen Konzernüberschuss zwischen 2,2 und 2,4 Milliarden Euro. Bisher ging der Versorger noch von einem EBITDA von 9,2 bis 9,8 Milliarden Euro und einem nachhaltigen Überschuss von 2,2 bis 2,6 Milliarden Euro aus.

Einschätzung unverändert

Die Zahlen des größten deutschen Energieversorgers lagen in etwa im Rahmen der Erwartungen. Die leicht gesenkte Jahresprognose dürfte heute den Kurs belasten. Insgesamt kommt sie aber nicht vollkommen überraschend. Insgesamt bleibt die Einschätzung des AKTIONÄR somit unverändert. Die E.on-Aktie bleibt ein Kauf mit Kursziel 18,50 Euro. Ein enger Stopp bei 12,50 Euro sichert ab, sollte es kurzfristig doch noch einmal turbulent werden.