Der KI-Entwickler Anthropic macht seinen Börsengang konkret. Das Unternehmen hat am Montag den Registrierungsprospekt S-1 bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereicht. Die Aktie soll unter dem Kürzel „ANT“ an der Nasdaq Global Select Market gelistet werden. Medienberichten zufolge könnte der Börsengang bereits im November starten und Anthropic mit bis zu zwei Billionen Dollar bewerten.
Mit der Einreichung des S-1-Prospekts beginnt eine entscheidende Phase auf dem Weg an die Börse. Anthropic hat damit die Registrierung seiner geplanten Class-A-Aktien bei der SEC beantragt. Die Zahl der angebotenen Aktien und die Preisspanne stehen allerdings noch nicht fest. Auch die Registrierung ist noch nicht wirksam. Aktien dürfen daher noch nicht im Rahmen des Angebots verkauft werden.
Goldman Sachs und Morgan Stanley sind als Ansprechpartner für den vorläufigen Börsenprospekt genannt. Sobald die regulatorischen Voraussetzungen erfüllt sind, könnte Anthropic mit den Banken auf Roadshow gehen und institutionelle Investoren für den Börsengang gewinnen.
Zwei Billionen Dollar – ist das gerechtfertigt?
Anthropic entwickelt den KI-Assistenten Claude und gehört zu den wichtigsten Wettbewerbern im Markt für generative Künstliche Intelligenz. Bereits im Juni hatte das Unternehmen den Börsenprospekt vertraulich bei den Behörden eingereicht. Damals wurde Anthropic mit 965 Milliarden Dollar bewertet. Die nun kolportierte mögliche Bewertung von bis zu zwei Billionen Dollar wäre mehr als doppelt so hoch.
Allerdings handelt es sich dabei bislang um Spekulationen. Einen offiziellen Ausgabepreis oder eine bestätigte Bewertung gibt es noch nicht. Entscheidend wird sein, welche Umsätze, Verluste und Wachstumsperspektiven der vollständige Prospekt offenlegt.
Zudem garantiert eine hohe Bewertung alleine noch kein erfolgreiches Depot. Anleger erinnern sich schmerzlich an das jüngst gefloppte Börsendebüt von Elice, einem südkoreanischen Betreiber von KI-Rechenzentren (DER AKTIONÄR berichtete).
Der geplante Börsengang nimmt konkrete Formen an. Mit dem Kürzel ANT und dem vorgesehenen Nasdaq-Listing stehen wichtige Eckdaten fest. Ob die Aktie tatsächlich zum Milliarden- beziehungsweise Billionen-Hit wird, hängt jedoch maßgeblich vom Ausgabepreis und den Geschäftszahlen ab.
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