Die aufkommenden Sorgen am Markt über zu hohe KI-Ausgaben haben bei Siemens Energy in der vergangenen Woche für deutliche Verluste gesorgt. Zu Wochenbeginn kommt es nun aber zumindest wieder zu einer ersten Gegenbewegung. Mit einem Plus von rund vier Prozent führt der Energietechnikkonzern den DAX an.
Nach den Meta-Zahlen und Aussagen zu sehr hohen KI-Ausgaben kam es vergangene Woche an der Wall Street zu einem Ausverkauf der Tech-Aktien. In Deutschland geriet vor allem Siemens Energy in den Abwärtssog.
Hintergrund: Der Konzern profitiert seit Längerem vom weltweit steigenden Energiehunger, der vor allem durch den Megatrend KI und dem zunehmenden Ausbau der dafür benötigten Rechenzentren ausgelöst wird. Siemens Energy liefert die entsprechende Netz- und Gastechnik, die für den Ausbau der Stromversorgung unabdinglich sind. Lange hat das an der Börse für steigende Kurse gesorgt, nun belastet die Korrelation aber.
Am Montag sind nun wieder die ersten Schnäppchenjäger unterwegs. Gemeinsam mit anderen Tech-Werten wie Infineon, Siltronic oder SUSS MicroTec steigt Siemens Energy wieder. Spannend wird es vor allem ab Mittwoch wieder. Dann sind mit Alphabet und Microsoft die nächsten Tech-Riesen mit Zahlen an der Reihe. Am Donnerstag folgen dann Amazon, Intel und SanDisk. Spätestens dann wird sich zeigen, ob die neuen Impulse in der Branche nachhaltig sind – oder die Anleger wieder das Haar in der Suppe finden.
Durch den Rücksetzer ist die Aktie von Siemens Energy unter den Stoppkurs des AKTIONÄR gerutscht. Die erste Gegenbewegung ist mit den Kursgewinnen am Montag nun da. Der Abwärtstrend der vergangenen Monate ist aber nach wie vor intakt. Bevor sich ein Neueinstieg wieder lohnt, müssen weitere Impulse her – auch, wenn es grundsätzlich operativ beim DAX-Konzern nach wie vor gut läuft.
Heute, 13:58
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