Am Freitag lief die Meldung über die Nachrichtenticker, dass BASF sein Angebot für Evonik erhöht hat. Demnach bot der Ludwigshafener Konzern 24 Euro je Evonik-Aktie. Für sämtliche Anteile entspräche das einem Gesamtwert von mehr als 11 Milliarden Euro. Dieser Vorstoß folgte auf eine erste Annäherung Ende September.
Damals signalisierte BASF Interesse an einer Übernahme des Spezialchemiekonzerns und nahm Kontakt zu Evonik sowie zur RAG-Stiftung auf. Berichten zufolge lag das erste, unverbindliche Angebot bei 22,15 Euro je Aktie – insgesamt rund 10,3 Milliarden Euro. Evonik wies diesen Preis als zu niedrig zurück. Zu formellen Verhandlungen kam es daher bislang nicht. Nun hofft der BASF-Vorstand darauf, dass sich Evonik gesprächsbereit zeigt.
Das Evonik-Management scheint von einem derartigen Deal aber wenig begeistert zu sein. So erwägt der Essener Konzern offenbar, den US-Chemieproduzenten Ashland zu übernehmen. Dies würde eine mögliche Übernahme durch den Rivalen BASF natürlich zusätzlich erschweren. Bisher zeigte sich auch die Politik skeptisch.
Neben einem höheren Übernahmepreis will BASF auch auf einem anderen Feld punkten: So erklärte BASF-Chef Markus Kamieth am Donnerstag in einer Videobotschaft, die bestehenden Standortvereinbarungen von Evonik übernehmen zu wollen, sollte ein Deal zustande kommen. Dadurch wären betriebsbedingte Kündigungen bis zum Jahr 2032 ausgeschlossen. Darüber hinaus will BASF laut Kamieth die Tarifverträge weiter bestehen lassen und mit den Arbeitnehmervertretungen gut zusammenarbeiten.
Es bleibt ein langer und schwieriger Weg für BASF, sich die Mehrheit am kleineren Konkurrenten Evonik zu sichern. Immerhin könnten die Zusagen zur Arbeitsplatzsicherung einige Skeptiker aus den Reihen der Politik etwas positiver stimmen. Wer bei den Anteilscheinen des DAX-Konzerns investiert ist, beachtet den Stopp bei 39,00 Euro. Evonik-Aktionäre sichern ihre Position mit einem Stoppkurs bei 16,00 Euro ab.
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Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: BASF.
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