Evonik ist weiter bestrebt, eine Übernahme durch BASF zu verhindern. Zu diesem Zweck geht der Chemiekonzern nun offenbar selbst in die Offensive. So gibt es nun Gerüchte über einen Zukauf in den USA. Diese setzen die Evonik-Aktie heute natürlich unter Druck. Denn dies würde einigen Marktteilnehmern aus zwei Gründen nicht schmecken.
Denn zum einen würde ein derartiger Deal den MDAX-Konzern natürlich zunächst erst einmal selbst Geld kosten. Zum anderen würde im Zuge einer großen Transaktion das Gesamtpaket für den Chemieriesen BASF noch teurer werden. Eine für die Anteilseigner von Evonik möglicherweise lukrative Übernahme würde dadurch verständlicherweise unwahrscheinlicher werden.
Daher fiel das Papier von Evonik zwischenzeitlich bis auf 20 Euro; zuletzt lag es mit 20,16 Euro rund 3,5 Prozent im Minus. Nach einem Bericht des „Handelsblatts“ erwägt Evonik, den US-Chemiekonzern Ashland zu übernehmen. Das Unternehmen soll die Investmentbanken Perella Weinberg Partners und JPMorgan beauftragt haben, nach passenden Übernahmezielen zu suchen. Evonik wollte sich zu den Spekulationen nicht äußern. Auch die beiden Banken gaben keinen Kommentar ab.
Was macht BASF?
Indes wird natürlich Evonik selbst weiterhin als mögliches Übernahmeziel gehandelt. Zum aktuellen Stand: BASF bestätigte am 25. September Sondierungen mit Evonik und der RAG-Stiftung über einen möglichen Kauf. Der Konzern erklärte, dass Ausgang und Fortgang offen seien. Medienberichten zufolge hatte BASF zunächst rund 22,15 Euro je Evonik-Aktie geboten; Evonik wies die Offerte zurück. Auch in der Politik gibt es Kritiker an einem derartigen Deal.
DER AKTIONÄR hält an seiner Einschätzung fest: Die gerade im historischen Vergleich günstig bewertete Aktie von Evonik bleibt weiterhin attraktiv. Wer hier investiert ist, sichert die Position nach wie vor mit einem Stoppkurs bei 16,00 Euro nach unten ab.
Heute, 13:21
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