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15.05.2019 Andreas Deutsch

Amazon: So gehen die Margen bald durch die Decke

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Amazon

Der E-Commerce-Gigant Amazon %
testet spezielle Maschinen, die in den Logistikzentren des Konzerns Waren in Pakete einpacken. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Die Leistung der Roboter ist enorm und könnte für Amazon einen ganz besonderen Effekt haben: Die Profitabilität sollte kräftig steigen.

Wie Reuters schreibt, kostet eine Maschine eine Million Dollar. Innerhalb eines Jahres soll sich der Anschaffungspreis bezahlt machen. Laut der Nachrichtenagentur schafft eine Maschine 700 Pakete in einer Stunde. Sie könne somit in jedem Logistikzentrum 24 Mitarbeiter ersetzen.

Wie es heißt, plant Amazon, in jedem seiner 55 Verpackzentren in den USA zwei dieser Packmaschinen zu installieren.

Das sollte aber nicht das Ende der Fahnenstange sein. Auch wenn es vielen Politikern und Gewerkschaften nicht gefällt: Der Bezos-Konzern wird in den kommenden noch viel stärker auf Robotik und Automatisierung setzen. So testet Amazon derzeit auch Lieferroboter und selbstfahrende Lkw.

Es liegt auf der Hand, wo Bezos hin will: mehr Maschinen bedeuten höhere Margen. Roboter arbeiten schneller, werden nicht krank, wollen keinen Urlaub, streiken nicht. Einziges Problem: ein möglicher Imageschaden. Arbeitsplatzabbau zugunsten von Gewinnmaximierung kommt bei vielen nicht gut an. Eventuell wendet sich mancher Kunde von Amazon ab.

Klar auf Wachstumskurs

Insgesamt lohnt sich der Schritt aus Sicht von Amazon aber. Der Konzern wird in den kommenden Jahren nicht nur seinen Umsatz weiter deutlich ausbauen, sondern auch zunehmend profitabler. DER AKTIONÄR bleibt klar bullish für die Aktie. Ziel: 2.100 Euro, Stopp: 1.400 Euro.

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Erscheinungstermin: 05.03.2020
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