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17.09.2020 Carsten Kaletta

BYD: Daimler-Partner weiter in hohem Tempo auf der Überholspur

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BYD

BYD ist in aller Munde. Der chinesische Hersteller von Elektroautos und Batterien hat in den vergangenen sechs Monaten rund 175 Prozent zugelegt und gerade ein neues Allzeithoch markiert. Überraschend starke Zahlen waren einer der Kurstreiber. Der Daimler-Partner, der von Börsen-Legende und Star-Investor Warren Buffett seit 2008 protegiert wird, hat gute Chancen auf eine Fortsetzung der Börsen-Rallye – und dafür gibt es handfeste Gründe.


Früher hieß es immer, dass chinesische Firmen "Weltmeister im Kopieren" sind. Diese Zeiten scheinen zumindest bei BYD vorbei zu sein. So hat BYD seit Juli einen Akku bei seinem Elektroauto-Modell Han am Start, der herausragend zu sein scheint. In einem Extremtest zeigte sich, dass die sogenannte Blade-Batterie in Bezug auf Sicherheit und Energiedichte besser als bisherige Lithium-Ionen-Akkus abschneidet. 

Und: Der Lithium-Eisenphosphat-Akku ist nur halb so groß wie bisherige Lithium-Ionen-Batterien. BYDs Modell Han besitzt eine Reichweite von 605 km, 494 PS und kostet zwischen 45.000 und 55.000 Euro. Vor allem die Reichweite kann sich im Vergleich zu anderen Elektroautos sehen lassen. 


Trotz Corona-Krise und reduzierten Fördergeldern hat der Konzern im August 15.283 Elektro-Autos absetzen können – das sind immerhin 1,21 Prozent mehr als im Juli. Kunden haben aufgrund der reduzierten Subventionen folgerichtig wieder verstärkt bei Autos mit Verbrenner-Motor zugegriffen. Und da BYD in diesem Segment ebenfalls unterwegs ist, wurden hier im August sogar nahezu doppelt so viele Fahrzeuge abgesetzt als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Insgesamt wurden im August 36.782 Fahrzeuge an den Mann gebracht – das entspricht in etwas dem Niveau von August 2019, als Corona noch ein böser Traum war.

Auch beim Thema „Auslandsexpansion“ geht das Unternehmen die richtigen Schritte: BYD hatte jüngst kommuniziert, dass man den Betrieb einer Lithium-Eisenphosphat-Batteriefabrik in Manaus, Brasilien, gestartet habe. Es ist bereits das dritte Werk von BYD in Brasilien und die erste Fabrik für Lithium-Eisenphosphat-Batterien in Südamerika. Mit dem neuen Produktionsstandort plant BYD, dass neben den Batterien auch eigenständig Busse, Taxis und LKW elektrifiziert, weiter deutlich auf dem lateinamerikanischen Markt zu expandieren. Aktuell nutzten Chile, Brasilien, Kolumbien, Argentinien, Peru und Uruguay bereits die von BYD gelieferten batterieelektrischen Produkte, so das Unternehmen. 


Und: BYD hat inzwischen in Kalifornien, Großbritannien, Frankreich und Ungarn Elektrobuswerke und im Sunshine State sogar eine zweite Batteriefabrik. Kurzum: Die Expansion ist ein veritables Zeichen steigender Nachfrage und zunehmender Etablierung.

BYD (WKN: A0M4W9)

BYD hat seit der Empfehlung des AKTIONÄR in der Ausgabe 23/20 rund 130 Prozent zugelegt. Investierte Anleger lassen Gewinne laufen, denn die Chancen auf eine Fortsetzung der Kurs-Rallye sind gut.

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