Die Aktie des Münchner Triebwerkbauers MTU Aero Engines schießt am Freitagnachmittag mit einem Plus von zeitweise knapp fünf Prozent an die DAX-Spitze. Auslöser für den Kurssprung sind die Zahlen des französischen Partners Safran. Diese und der deutlich besser als erwartete Ausblick sorgen für Optimismus.
Die Aktie des französischen Triebwerksherstellers Safran springt am Freitag in Paris um in der Spitze mehr als neun Prozent auf ein neues Rekordhoch. Auslöser sind starke Zahlen und ein angehobener Ausblick. Safran steigerte den Umsatz 2025 um 12,5 Prozent auf 31,2 Milliarden Euro. Das bereinigte operative Ergebnis kletterte um gut ein Viertel auf 5,2 Milliarden Euro. Unter dem Strich verdiente der Konzern mit 3,2 Milliarden Euro 3,5 Prozent mehr. Das soll auch den Aktionären zugute kommen: Die Dividende soll von 2,90 auf 3,35 Euro steigen.
Safran bleibt optimistisch
Auch für die kommenden Jahre bleibt das Management optimistisch: Für 2026 stellt Safran ein bereinigtes operatives Ergebnis von 6,1 bis 6,2 Milliarden Euro in Aussicht. Bis 2028 sollen es 7,0 bis 7,5 Milliarden Euro werden. Bislang lag das Ziel um eine Milliarde Euro niedriger. Das mittlere jährliche Umsatzwachstum von 2024 bis 2028 sieht das Management nun bei rund zehn Prozent statt im hohen einstelligen Bereich.
Treiber sind höhere Auslieferungen der Leap-Triebwerke, die unter anderem in der Boeing 737 Max und der Airbus A320neo eingesetzt werden. 2026 sollen die Stückzahlen um 15 Prozent steigen. Das Ersatzteilgeschäft in der zivilen Luftfahrt wächst ebenfalls kräftig. Zugleich wächst das margenstarke Ersatzteilgeschäft in der zivilen Luftfahrt dynamisch. Hinzu kommen zusätzliche Rüstungsaufträge, etwa durch neue Bestellungen des französischen Kampfflugzeugs Rafale, das mit Safran-Triebwerken ausgestattet ist. Der freie Mittelzufluss dürfte von 3,9 Milliarden auf 4,4 bis 4,6 Milliarden Euro zulegen.
MTU im Windschatten
Für MTU sind das positive Signale. Der Münchner Konzern ist als Partner im Triebwerksgeschäft eng mit Safran verflochten. Der optimistische Ausblick sorgt auch bei MTU für Kaufinteresse. Die Aktie notiert am Freitagnachmittag bei rund 394 Euro und damit weniger als zwei Prozent unter Rekordhoch.
MTU Aero Engines arbeitet seit Jahren bei Schlüsselprojekten mit Safran zusammen. Dementsprechend positiv reagieren Anleger auf Zahlenwerk und Ausblick der Franzosen. Anleger können bei der MTU-Aktie weiter zugreifen.
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Heute, 17:15