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OpenAI: IPO‑Rennen mit Anthropic – Chat‑GPT‑Entwickler plant Börsengang im Q4

OpenAI: IPO‑Rennen mit Anthropic – Chat‑GPT‑Entwickler plant Börsengang im Q4
Foto: Arsenii Palivoda/Shutterstock
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Julian Weber Heute, 14:50 Julian Weber

OpenAI drückt bei seinen IPO-Plänen aufs Gas und plant laut Medienberichten, im vierten Quartal an die Börse zu gehen. Zwischen dem ChatGPT-Entwickler und KI-Konkurrent Anthropic entwickelt sich ein heißes IPO-Rennen. Darin geht es um Milliardensummen, die der Konzern gut für den Ausbau seines Geschäfts brauchen könnte.

Wie das Wall Street Journal berichtet, stellt OpenAI derzeit die Weichen für einen Börsengang im vierten Quartal. Damit beschleunigt der ChatGPT-Konzern seine Pläne – auch, um dem Rivalen Anthropic zuvorzukommen. Beide zählen zu den prominentesten Vertretern der neuen Generation generativer KI und konkurrieren um den ersten großen IPO der Branche.

Iinsidern zufolge führt OpenAI hinter den Kulissen bereits Gespräche mit Investmentbanken und baut sein Finanzteam aus. Neue Schlüsselpositionen in Rechnungswesen, Unternehmensfinanzen und Investor Relations sollen die Gesellschaft kapitalmarktfähig machen. Ein Börsengang würde nicht nur frisches Geld bringen, sondern auch Vertrauen in die Finanzierung des enormen Infrastrukturbedarfs stärken – insbesondere für Rechenzentren und Chips im Umfang von hunderten Milliarden Dollar.

Milliardenspritzen von SoftBank und Amazon

Der Zeitplan ist ambitioniert. OpenAI befindet sich mitten in einer Umbruchphase, kämpft mit wachsendem Wettbewerbsdruck durch Google und steht vor einem Prozess, in dem Mitgründer Elon Musk Schadenersatz in Höhe von bis zu 134 Milliarden Dollar fordert. Gleichzeitig läuft eine groß angelegte Finanzierungsrunde vor dem Börsengang, die mehr als 100 Milliarden Dollar einbringen und eine Bewertung von rund 830 Milliarden Dollar rechtfertigen soll. SoftBank und Amazon gelten dabei als potenzielle Großinvestoren. Am Mittwoch berichtete Bloomberg, dass die japanische Investmentgesellschaft erneut eine Milliardensumme in den ChatGPT-Entwickler stecken könnte, am Donnerstag hieß es, Amazon könnte sich mit bis zu 50 Milliarden Dollar beteiligen.

Milliardenrennen mit Anthropic

OpenAI erhöht das Tempo Richtung Börse auch deshalb, weil der nächste große Konkurrent bereits in Lauerstellung ist. Intern wächst die Sorge, dass Anthropic dem ChatGPT-Konzern beim IPO zuvorkommen könnte. Ein früherer Börsengang würde nicht nur Prestige bringen, sondern auch den Zugang zu einer breiten Anlegerbasis sichern, die gezielt nach führenden KI-Pure-Plays sucht. Wer das Rennen gewinnt, dürfte deutlich mehr durch die bei Anlegern bereitstehenden KI-Milliarden profitieren.

Anthropic, gegründet von ehemaligen OpenAI-Führungskräften, hat gegenüber Finanzpartnern signalisiert, noch bis Jahresende börsenreif zu sein. Der Umsatz wächst rasant, vor allem dank des Coding-Agenten Claude Code. Parallel läuft eine Finanzierungsrunde, die voraussichtlich ein Volumen von über zehn Milliarden Dollar erreicht. Auch Anthropic rüstet personell im Finanzbereich auf. Neben den beiden KI-Anbietern gilt zudem SpaceX als heißer Kandidat für einen zeitnahen Börsengang. Das würde den Konkurrenzdruck um das IPO-Fenster und frische Milliarden weiter erhöhen.

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Quelle: Börsenmedien AG

Mit OpenAI und Anthropic stehen zwei Milliarden-IPOs in den Startlöchern. Die KI-Unternehmen sind allerdings schon extrem hoch bewertet – Enttäuschungen könnten daher zu hohen Verlusten führen. Wer dagegen breit gestreut in den KI-Trend investieren will, sollte einen Blick auf den Künstliche Intelligenz Index von DER AKTIONÄR werfen. Darin befinden sich – vom Tech-Player, über Bereitsteller für Cloud-Computing und Rechenleistung bis hin zu Hardwareherstellern – zwölf Unternehmen die von Künstlicher Intelligenz profitieren.

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