Amazon plant den nächsten großen Schritt in Sachen Künstliche Intelligenz. Laut Berichten verhandelt Konzernchef Andy Jassy direkt mit OpenAI-Chef Sam Altman über eine Investition in Milliardenhöhe. Es geht um eine Summe, die selbst für Verhältnisse im Silicon Valley astronomisch ist.
Das Ziel der Gespräche ist ein Investment von bis zu 50 Milliarden Dollar. Damit würde Amazon seine Position im globalen Wettrüsten um die Vorherrschaft bei KI massiv ausbauen. Erst im Oktober wurde OpenAI nach einem sekundären Aktienverkauf mit insgesamt 500 Milliarden Dollar bewertet.
Der Grund für den Vorstoß: Amazon will den Anschluss an die absolute Spitze nicht verlieren. Zwar investierte der E-Commerce-Gigant bereits massiv in den Konkurrenten Anthropic, doch OpenAI gilt weiterhin als der Taktgeber der Branche. Entsprechend aggressiv agiert Jassy nun am Verhandlungstisch.
Chips als strategischer Hebel
Die Details des Deals sind noch in der Ausarbeitung, eine Einigung könnte jedoch bereits in den kommenden Wochen erzielt werden. Während OpenAI frisches Kapital für seine rechenintensiven Modelle benötigt, verfolgt Amazon auch Hardware-Interessen. Ein zentraler Punkt der Gespräche: OpenAI könnte künftig verstärkt auf Amazons eigene KI-Chips setzen. Das würde die Abhängigkeit von Marktführer Nvidia verringern und Amazons Cloud-Sparte AWS stärken.
Amazon würde damit die strategische Lücke zu Microsoft schließen und sich den direkten Zugriff auf die weltweit führende KI-Technologie sichern. Anleger bleiben daher weiter an Bord.
Heute, 22:20