Zum Start in die neue Handelswoche verbucht die Aktie der Leverkusener Bayer AG deutliche Zugewinne. Rückenwind verleiht ein Upgrade von der Schweizer Großbank UBS, die den DAX-Titel nun zum Kauf empfiehlt. Aus charttechnischer Sicht nähert sich der Wert damit wieder der psychologisch wichtigen Marke von 40 Euro an.
Die UBS stufte das Papier von Bayer von "Neutral" auf "Buy" nach oben. Zudem schraubte Analyst Matthew Weston den Zielkurs von 48 Euro auf 52 Euro nach oben. Er sehe mit Blick auf die Glyphosat-Probleme nun ein Chancen-Übergewicht. Laut Weston spreche die jüngste Kursschwäche für einen Kauf der Papiere. Im Pharma-Bereich ist der UBS-Analyst für die wichtigsten Wachstumstreiber optimistisch gestimmt.
Hierzu gehört zweifelsohne das Prostatakrebs-Medikament Nubeqa, welches bereits Blockbuster-Status erreicht hat. Bayer rechnet sich ein Spitzenumsatzpotenzial von gut drei Milliarden Euro aus. Von der Entwicklung profitiert auch der Lizenzgeber des Krebsmedikaments, die finnische Orion.
Auch Kerendia verbuchte im vergangenen Jahr deutliche Zugewinne und dürfte weiter zulegen. Das Mittel kommt zur Behandlung von Erwachsenen mit chronischer Nierenerkrankung in Verbindung mit Typ-2-Diabetes zum Einsatz.
Nennenswerte Umsatzbeiträge dürfte auch Beyonttra ab diesem Jahr beisteuern. Das Herzmedikament hat Bayer von BridgeBio Pharma einlizenziert, allerdings nur für den EU-Raum. "Unsere Teams haben Beyonttra in Rekordzeit zur Verfügung gestellt, und die Markteinführung übertrifft unsere Erwartungen", ließ Bayer im Geschäftsbericht 2025 verlauten.
Darüber hinaus sollte auch die Entwicklung von Lynkuet von den Marktteilnehmern mit Argusaugen verfolgt werden. Bayer sicherte sich den Zugriff auf das Medikament zur Behandlung von Wechseljahresbeschwerden durch die Übernahme von KaNDy Therapeutics im Jahr 2020.
Immer mehr Analysten werden optimistischer für Bayer. Die Glyphosat-Rechtsstreitigkeiten sind allerdings immer noch nicht in Gänze vom Tisch. Eine aktuelle Einschätzung zu Bayer lesen Sie in der neuen AKTIONÄR-Ausgabe 12/26, die hier als Download zur Verfügung steht.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Bayer.
Heute, 08:33