Der Facebook-Konzern Meta Platforms will über den Kapitalmarkt enorme Mengen an liquiden Mitteln einsammeln, um seine hohen Investitionen in Künstliche Intelligenz (KI) zu finanzieren. Dabei setzt das Tech-Unternehmen auf zwei verschiedene Maßnahmen.
Zum einen wollen CEO Mark Zuckerberg und sein Team mit der Ausgabe von Stamm- und Vorzugsaktien im Volumen von rund 35 Milliarden Dollar frische Gelder einwerben. Darüber hinaus plant die Gesellschaft, über ein "At-the-Market"-Programm (ATM) weitere bis zu 60 Milliarden Dollar einzusammeln. Hierbei handelt es sich um eine Möglichkeit, direkt am freien Markt neue Aktien zu verkaufen.
Der Technologie-Riese hat sich bereits Zusagen von den Chip-Riesen Nvidia, Advanced Micro Devices (AMD) und Broadcom eingeholt, die sich als Ankerinvestoren einbringen wollen. Die drei Gesellschaften hätten demnach ihr Interesse bekundet, im Rahmen des Aktienangebots Stammaktien der Klasse A im Gesamtwert von bis zu fünf Milliarden Dollar zu kaufen, heißt es von Unternehmensseite. Allerdings handele es sich bisher nur um Interessenbekundungen und keine verbindlichen Vereinbarungen beziehungsweise feste Kaufverpflichtungen.
Bereits in der Vorwoche hatte Meta seine Zahlen zum dritten Quartal vorgelegt und weitere Investitionen angekündigt. "Mit Blick über das Jahr 2026 hinaus arbeiten wir noch an unserem Budget und unseren Kapazitätsplänen für das kommende Jahr. Wir gehen jedoch davon aus, weiterhin umfangreich zu investieren, um sowohl unser Kerngeschäft als auch neue KI-Initiativen zu unterstützen", erklärte Finanzchefin Susan Li.
Meta investiert massiv in KI. Allerdings bleibt auch eine gehörige Portion Risiko. Denn unklar ist, ob sich die massiven Investitionen langfristig rechnen werden und Meta sich ein großes Stück vom KI-Kuchen abschneiden kann. Investierte Anleger beachten den Stopp bei 530 Euro.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Nvidia.
Aktien der Nvidia befinden sich in einem Real-Depot der Börsenmedien AG.
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