Die Aktien von Meta und Tesla sind nach der Vorlage ihrer Quartalszahlen deutlich unter Druck geraten. Obwohl beide US-Konzerne die Erwartungen beim Gewinn zumindest teilweise übertrafen, reagierten Anleger zum Handelsstart am Donnerstag enttäuscht. Vor allem hohe Kosten und schwächere Umsatzerlöse belasten die Stimmung.
Die Aktie von Meta verliert zeitweise knapp sieben Prozent. Dabei hatte der Facebook- und Instagram-Konzern im dritten Quartal beim Umsatz die Analystenerwartungen übertroffen. Die Erlöse beliefen sich auf 64,6 Milliarden Dollar und lagen damit über den prognostizierten 63,3 Milliarden Dollar.
Beim Gewinn je Aktie meldete Meta 3,83 Dollar. Der ausgewiesene Wert wurde allerdings durch eine Belastung von knapp zehn Milliarden Dollar im Zusammenhang mit US-Rechtsstreitigkeiten über die Auswirkungen sozialer Medien auf Jugendliche gedrückt. Ohne diesen Sondereffekt hätte der Gewinn je Aktie laut Unternehmen bei 7,40 Dollar gelegen.
Tesla: Umsatz enttäuscht, operativer Gewinn bricht ein
Ebenfalls deutlich fällt der Rückschlag bei Tesla aus. Die Aktie gab vorbörslich fast vier Prozent nach. Zwar übertraf der Elektroautobauer die Gewinnerwartungen, beim Umsatz blieb das Unternehmen von Elon Musk jedoch hinter den Prognosen zurück. Anders als Meta erholte sich die Tesla-Aktie im Handelsverlauf jedoch rasch und holte die anfänglichen Verluste fast vollständig auf.
Besonders kritisch ist die Entwicklung des operativen Ergebnisses. Dieses sank im dritten Quartal im Jahresvergleich um 56 Prozent auf 718 Millionen Dollar. Analysten hatten mit rund 1,47 Milliarden Dollar gerechnet.
Tesla führte die Entwicklung vor allem auf gestiegene operative Kosten zurück. Dazu zählen höhere Investitionen in Künstliche Intelligenz und Forschung sowie geringere Erlöse aus regulatorischen Gutschriften und dem Energiespeichergeschäft.
Trotz der nachbörslichen Kursgewinne geraten die Aktien im regulären Handel unter Druck. Ein weiteres Indiz dafür, dass die KI-Rally Risse bekommt. Vorerst halten Anleger trotzdem an Tesla und Meta fest und beachten die Stoppkurse des AKTIONÄR.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Tesla.
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