Beeindruckende Performance: Die Aktie des Gebäudetechnik-Spezialisten Bravida glänzt in einem schwachen Gesamtmarkt erneut mit hoher Relativer Stärke und kann abermals ein neues Allzeithoch markieren. Rückenwind verleiht eine positive Analystenstudie, die das Szenario aufzeigt, das DER AKTIONÄR bereits bei der Vorstellung in Ausgabe 25/2026 (Mitte Juni) skizziert hat.
Die Analysten von DNB Carnegie raten weiter zum Kauf der Bravida-Aktie; der faire Wert wurde nun von 152 auf 170 Schwedische Kronen (umgerechnet 15,24 Euro) angehoben.
"Wir haben Bravidas Chancen im Bereich Rechenzentren genauer untersucht und sind zu dem Schluss gekommen, dass sich das Unternehmen von einer zyklischen Erholungsgeschichte zu einer strukturellen Wachstumsstory entwickelt", heißt es in der aktuellen Studie. "Angesichts der beeindruckenden Erfolgsbilanz, der erfahrenen Projektmanagementorganisation und der breiten lokalen Präsenz sehen wir Bravida gut positioniert, um von mehr als einem Jahrzehnt Erfahrung im Rechenzentrumsbau zu profitieren."
Bravida sei seit mehr als 15 Jahren am Bau von Rechenzentren beteiligt – angefangen mit dem Bau des Facebook-Rechenzentrums in Luleå, so die Analysten weiter. "In einem Markt, in dem Erfolgsbilanz und Liefertreue unserer Ansicht nach wichtiger sind als der Preis, ist Bravida aufgrund seiner starken Basis an qualifizierten Fach- und Führungskräften unseres Erachtens in einer Position, die nur wenige lokale – und europäische – Installationsunternehmen erreichen können."
Die Experten von DNB Carnegie schätzen, dass bis 2030 in den nordischen Ländern rund vier Gigawatt an Rechenzentrumskapazität hinzukommen. "Wir sehen für Bravida das Potenzial, etwa 25 Prozent dieses Marktes im Bereich angrenzender Installationsdienstleistungen zu erschließen. Daraus ergeben sich Szenarien, in denen der Rechenzentrumsmarkt bis 2030 rund 20 bis 30 Prozent des EBITA des Konzerns ausmachen könnte", heißt es in der Studie.
"Die Wachstumsmöglichkeiten für Bravida im aufstrebenden Data-Center-Markt werden nach Ansicht des AKTIONÄR völlig unterschätzt. Das KGV von 17 ist vor diesem Hintergrund einfach zu günstig", hieß es bereits in der Ausgabe 2026 (hier als Download erhältlich). Allmählich wachen auch die Analysten auf und preisen einen Bewertungsaufschlag in ihre Kursziele ein. Fundamental und charttechnisch ist die Story stimmig, Anleger können weiter zugreifen.
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