Die Auftragsbücher beim schwedischen Gebäudetechnik-Spezialisten füllen sich weiter – und das nicht nur aufgrund des Megatrends Künstliche Intelligenz (KI) und dem damit verbundenen Aufbau einer passenden Infrastruktur. Nach einem Data-Center-Auftrag vom Mittwoch kann Bravida eine weitere nennenswerte Order aus einem anderen Bereich verbuchen.
Die Schweden konnten einen neuen Rahmenvertrag für elektrotechnische Dienstleistungen mit Avinor am Flughafen Bergen-Flesland unter Dach und Fach bringen. Der Kontrakt erstreckt sich über eine Laufzeit von zunächst vier Jahren, kann aber um jeweils zwei plus zwei Jahre prolongiert werden.
Bravida wird an dem norwegischen Flughafen den Betrieb, die Instandhaltung und die Weiterentwicklung der elektrischen Anlagen übernehmen. Zuvor übernahmen die Skandinavier bereits Dienstleistungen in den Bereichen IKT (Informations- und Kommunikationstechnologie-Dienste) sowie Heizung und Sanitär.
Der Vertrag trat bereits Anfang August in Kraft. Bravida beziffert den Gegenwert der Rahmenvereinbarung auf insgesamt 250 Millionen Norwegische Kronen (knapp 23 Millionen Euro).
Eine vergleichsweise kleine Order, der allerdings die starke Positionierung von Bravida im skandinavischen Gebäudetechnik-Markt unterstreicht. Allein im zweiten Quartal stieg der Auftragseingang um knackige 44 Prozent auf knapp 11,7 Milliarden Schwedische Kronen (etwa 1,06 Milliarden Euro). Vor allem das Geschäft mit Datenzentren hat zuletzt spürbar an Dynamik gewonnen. Bravida ist in diesem Bereich seit vielen Jahren eine gefragte Adresse.
Die Dienstleistungen von Bravida bleiben gefragt. Der Megatrend KI verleiht zusätzliche Wachstumsfantasie, die sich in einer dynamisch wachsenden Auftragslage peu à peu widerspiegelt. Mit einem KGV von etwa 16 für 2027 ist dieses Potenzial noch lange nicht im Aktienkurs berücksichtigt. Anleger greifen zu (Stopp: 8,00 Euro).
Heute, 12:44
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